Neuer DFB-Sportchef?Favorit auf Bierhoff-Nachfolge: Völler will Zukunft „diskutieren“

Rudi Völler nimmt am DFL-Neujahrsempfang teil.

Rudi Völler am 17. Januar 2023 beim Neujahrsempfang der DFL. Auch seine Zukunft beim DFB kamen dabei zur Sprache.

Rudi Völler ist der heiße Kandidat auf den Job als DFB-Nachfolger von Oliver Bierhoff. Eine klare Einschätzung vermied der Ex-Bundestrainer zwar, Pläne für die DFB-Zukunft hat er allerdings schon geäußert.

Erst die DFL-Würdigung, dann die DFB-Berufung? Die Deutsche Fußball-Liga hat Rudi Völler (62) bei ihrem Neujahrsempfang am Dienstag (17. Januar 2023) mit ihrem Ehrenpreis ausgezeichnet. Doch für den Ex-Bundestrainer könnte es noch besser kommen: Der Job als neuer Sportchef bei der Nationalmannschaft steht weiterhin in Aussicht.

Völler gilt inzwischen als Favorit auf die Nachfolge von Oliver Bierhoff (54), der nach 18 Jahren beim Verband seinen Rücktritt als Reaktion auf das zweite WM-Debakel in Folge erklärt hatte.

DFB-Job? Watzke lobt Qualitäten von Rudi Völler 

Ob bereits eine Entscheidung über seine neue Mission gefallen sei, wollte Völler noch nicht verraten. Der Weltmeister von 1990 hielt sich bedeckt und kündigte lediglich an: „Am Donnerstag werden wir noch einmal diskutieren“. Dann könnte die prominente Taskforce aus DFB-Beratern aber womöglich schon zu einer Entscheidung kommen.

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Dass sich DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (63) eine Zusammenarbeit mit Routinier Völler gut vorstellen könnte, machte er am Dienstag noch einmal deutlich.

„Seine sportlichen Erfolge sprechen für sich“, sagte Watzke: „Er hat den Vorteil, dass ihm die allermeisten Menschen positiv gegenüberstehen. Wenn du eine Pflaume bist, nutzt das auch nichts. Aber er hat noch richtig Ahnung. Die Kombination ist richtig gut.“

Rudi Völler äußert sich zur DFB-Zukunft

Dass Völler sich im stillen Kämmerlein schon Gedanken um die künftige Gestaltung der DFB-Ziele gemacht hatte, ließ er immerhin schon einmal durchblicken.Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

„Wir dürfen uns als Deutsche nicht zu klein machen, nicht als DFL, nicht als DFB, nicht die Klubs“, sagte Völler. „Bei der EM ist auf jeden Fall mehr drin. Wir sind gut genug.“ Ein „paar Dinge“ müssten verändert werden, sagte Völler. „Ganz wichtig, einfach selbstbewusster auftreten.“

Die Heim-EM ist auf der DFB-Agenda extrem weit oben angesiedelt, trotz dreier enttäuschender Turniere in Serie soll das Team von Bundestrainer Hansi Flick (57) mit keiner anderen Erwartungshaltung als dem Titelgewinn in die Europameisterschaft gehen. Die aktuelle Lage rund um das DFB-Team gibt das aber noch nicht her.

Als Verbands-Vertreter sieht sich Völler allerdings noch nicht, entsprechend beantwortete er eine konkrete Frage nach seiner Rolle beim Verband auch mit einem abwartenden „schauen wir mal“. Ob daraus vielleicht schon nach dem geplanten „Diskutieren“ ein klareres Statement wird, könnte bereits der kommende Donnerstag zeigen. (bc/dpa/sid)