DFB-Hammer Komplette Verbands-Spitze weg: Keller stellt Amt zur Verfügung

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DFB-Präsident Fritz Keller (r.) und Generalsekretär Friedrich Curtius (l.) bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) im März 2020.

Frankfurt – Der DFB zieht Konsequenzen aus der tiefen Krise. Die Führungsspitze des Verbandes kündigte am Dienstagabend (11. Mai 2021) Rücktritte an. Der Verband wolle die „Weichen für eine Neuaufstellung“ stellen. Präsident Fritz Keller (64) wird sein Amt in wenigen Tagen zur Verfügung stellen.

  • DFB-Präsident Fritz Keller stellt sein Amt zur Verfügung
  • DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius wird ihm folgen
  • 1. Vizepräsident Rainer Koch und Schatzmeister Stephan Osnabrügge werden nicht mehr kandidieren

Die Führungsspitze des DFB zieht fast geschlossen Konsequenzen aus der tiefen Krise innerhalb des Verbands. DFB-Präsident Fritz Keller hat seine Bereitschaft zum Rücktritt erklärt, der Vertrag von Generalsekretär Friedrich Curtius (45) soll aufgelöst werden. Vizepräsident Rainer Koch (62) wird zudem beim nächsten Bundestag nicht mehr zur Wiederwahl antreten, ebenso DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge (50).

Fall Keller landete vor dem DFB-Sportgericht

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„Präsident Fritz Keller hat aus eigener freier Entscheidung in Verantwortung des Amtes als Präsident seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, nach Abschluss der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht, am kommenden Montag, den 17. Mai 2021, sein Amt zur Verfügung zu stellen“, hieß es seitens des DFB.

Keller hatte Koch bei einer Präsidiumssitzung Ende April als „Freisler“ bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen – in den folgenden Wochen entbrannte ein nun folgenschwerer Streit. Vor dem Sportgericht landete der Fall durch Ermittlungen der DFB-Ethikkommission.

Rainer Koch und Peter Peters soll Verband „in ruhige Fahrwasser bringen“

Die nächste Vollversammlung des schwer angeschlagenen Verbandes wird zeitlich vorgezogen und soll „voraussichtlich“ Anfang 2022 abgehalten werden. Der mit Koch gleichgestellte Vizepräsident Peter Peters (58) bleibt als Entsandter der DFL dagegen im Amt.

Koch und Peters sollen nach dem angekündigten Keller-Rücktritt „als gleichberechtigte Interimspräsidenten den Übergang des Verbandes gestalten, um den Verband gemeinsam mit dem Präsidium schnellstmöglich in ruhige Fahrwasser zu bringen“, teilte der DFB mit. Curtius' Aufgaben soll die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich (51) kommissarisch übernehmen.

Keller war im Zuge des Nazi-Vergleichs das Vertrauen der Amateurvertreter entzogen worden. Die Länderchefs hatten am Freitag nach einer erneuten Entschuldigung Kellers noch einmal nachgelegt und den Verbandsvorstand zur Amtsenthebung des Präsidenten aufgefordert. Das DFB-Präsidium solle eine Sitzung des Vorstands einberufen, hatte es in der Mitteilung geheißen – das scheint nun nicht mehr nötig. (dpa)

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