Wechselfehler im ersten Pflichtspiel Van Bommel droht mit Wolfsburg das Pokal-Aus

Mark van Bommel (Wolfsburg) mit Ridle Baku.

Mark van Bommel (VfL Wolfsburg, hier mit Ridle Baku) hat einmal zu häufig gewechselt. Jetzt droht das Pokal-Aus am 8. August 2021.

Pokal-Wirbel beim VfL Wolfsburg. Dem Klub droht trotz des Weiterkommens bei Preußen Münster das Aus nach einem Wechselfehler.

Münster. Wolfsburg hat in der 1. Runde des DFB-Pokals (8. August 2021) mit 3:1 in der Verlängerung bei Regionalligist Preußen Münster gewonnen. Dennoch droht den Niedersachsen das Aus in diesem Wettbewerb. Die Niedersachsen wechselten sechsmal. Das berichtete zuerst der Kicker. Jetzt droht wohl das Pokal-Aus.

Was für ein Fiasko beim ersten Pflichtspiel für Wolfsburg von Trainer Mark van Bommel (44). Während des Spiels hatte er dreimal ausgewechselt, drei weitere Male kamen dann in der Verlängerung dazu. Es war ein Wechsel zu viel: Admir Mehmedi hätte nicht für Maximilian Philipp kommen dürfen.

Fünf Wechsel pro Fußballspiel im DFB-Pokal sind erlaubt

Schiedsrichter Christian Dingert hat den Fehler im Spielbericht vermerkt. Wenn Münster Protest einlegt, wovon jeder ausgeht, fliegt Wolfsburg aus dem Pokal. In den DFB-Statuten heißt es: „Während des Spieles dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig.“ Vielleicht verwirrend für van Bommel: Bei der Fußball-EM war in der Verlängerung ein sechster Wechsel erlaubt. Im DFB-Pokal aber nicht. Laut Bild hat van Bommel mit dem Vierten Offiziellen über einen sechsten Wechsel gesprochen. Die Antwort des Schiedsrichters ist nicht bekannt.

Ob Münster nun Protest gegen die Wertung einlegt? „Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen“, sagte Manager Peter Niemeyer. Von den Wolfsburger Verantwortlichen wollte sich nach der Begegnung zunächst niemand äußern. Am späten Sonntagabend dann die Meldung: Viertligist Münster will am Montag (9. August) über einen möglichen Einspruch entscheiden. So erklärte es ein Vereinssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Abend. Demnach wollen die Verantwortlichen am Montag in Ruhe darüber beraten, wie man vorgehen wolle.

Wolfsburg ist übrigens 2004 schon mal am Grünen Tisch in Runde eins aus dem Pokal geflogen. Damals wurde der rotgesperrte Marian Hristov im Spiel beim 1. FC Köln II eingesetzt. Wolfsburg hatte eigentlich 3:0 gewonnen, dann aber wurde durch den Fehler die Partie für Köln gewertet. (ubo/bc)

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