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WM-WahnsinnEx-Köln-Profi rennt mitten im Spiel zu seiner Freundin

Sidny Lopes Cabral umarmt seine Freundin auf der Tribüne.

Copyright: George Walker IV/AP/dpa

Sidny Lopes Cabral umarmt nach seinem Traumtor seine Freundin auf der Tribüne. Der WM-Moment bleibt leider ohne Happy End.

Vor einem Jahr spielte Sidny Lopes Cabral noch in der 3. Liga bei Viktoria Köln. Nun sorgte er für den vielleicht schönsten Moment der WM.

Was. War. Denn. Da. Los? WM-Außenseiter Kap Verde spielt auch gegen Argentinien ganz groß auf. Ein ehemaliger Kölner sorgt für DEN Moment der WM – auch wenn es in diesem Märchen am Ende kein Happy End gibt.

Zunächst läuft im Sechzehntelfinale zwischen dem Inselstaat und Titelverteidiger Argentinien alles wie erwartet. Argentinien geht in der 29. Minute in Führung. Durch Superstar Lionel Messi natürlich.

Ex-Viktoria-Profi umarmt mitten im Spiel seine Partnerin

Doch dann entwickelt sich der Plot dieses Spiels in eine ganz andere Richtung. Denn Kap Verde kommt in der 59. Minute durch ein Tor von Deroy Duarte zurück ins Spiel und rettet sich sogar in die Verlängerung.

Es scheint, als könnten die Kapverdier einfach nicht verlieren bei dieser WM. Schon in den Gruppenspielen blieb der WM-Neuling dreimal ungeschlagen, trotzte direkt zum Auftakt Europameister Spanien ein 0:0 ab.

In der Verlängerung sieht es dann aber doch so aus, als würde der große Favorit das Spiel wieder auf seine Seite ziehen. Lisandro Martinez (93.) bringt den dreimaligen Weltmeister wieder in Führung und den Spielern von Kap Verde scheint die Luft auszugehen.

Doch dann kommt der ganz große Auftritt von Sidny Lopes Cabral! Der in Rotterdam geborene Linksverteidiger hat auf links plötzlich etwas Platz, fasst sich ein Herz und schlenzt den Ball ins lange Eck. Was für ein Traumtor!

Der künftige Profi von Trabzonspor, der in der Saison 2024/25 noch zusammen mit FC-Star Said El Mala beim Drittligisten Viktoria Köln spielte, kann es selbst nicht glauben. Völlig außer sich sprintet er zu den Fans auf der Tribüne – und zu seiner Freundin! Von Jayley holt sich der ehemalige Kölner mitten im Spiel eine Umarmung ab.

Diese Bilder gehen um die Welt – auch wenn es am Ende kein Happy End gibt. In der 111. Minute bricht Cristian Romero das Herz der kapverdischen Spieler und Fans. Bitter: Der Kopfball des Argentiniers wird von Diney Borges sogar noch abgefälscht, der Treffer zum 3:2 als Eigentor gewertet.

Auch der Großteil der eigentlich neutralen Zuschauerinnen und Zuschauer fühlt nach diesem unglaublichen Spiel mit dem tapferen Außenseiter. Trotz der Niederlage ist sicher: Dieser Auftritt von Sidny Lopes Cabral und Co. wird im Gedächtnis bleiben.

Kurios: Ein anderer Ex-Kölner hatte bei dieser WM bereits mit einem Sprint auf die Tribüne zu seiner Frau für Furore gesorgt. Norwegens Trainer Stale Solbakken, einst wenig erfolgreicher Coach des 1. FC Köln, wartete mit seinem Sprint zu Ehefrau Anniken immerhin auf den Schlusspfiff des Spiels gegen den Senegal.

Die Argentinier bejubeln ein Tor.
WM-Außenseiter knapp geschlagen
Argentinien bricht Herz der Kapverden in der 111. Minute