„Das kann es noch nicht gewesen sein“ So begründet Gündogan seine DFB-Entscheidung

Ilkay Gündogan und Toni Kroos bei der Nationalmannschaft

Während Toni Kroos (r.) aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, macht Ilkay Gündogan (hier am 7. Juni 2021) weiter.

Ilkay Gündogan setzt seine Nationalmannschaftskarriere fort. Das soll nach mehreren Gesprächen mit Bundestrainer Hansi Flick feststehen.

Manchester. Seinen ersten Sieg hat Neu-Bundestrainer Hansi Flick (56) noch vor seinem Debüt eingefahren: Der Ex-Bayern-Coach hat es geschafft, Ilkay Gündogan (30) von einem Rücktritt abzuhalten.

Der Mittelfeld-Star von Manchester City will seine DFB-Karriere nach Gesprächen mit Flick fortsetzen. Gündogan hatte sich bereits vor der Europameisterschaft Gedanken über seinen Nationalmannschafts-Abschied gemacht. Ähnlich wie Toni Kroos (31, Real Madrid), der seinen Rücktritt durchgezogen hat.

Hansi Flick kann weiter auf Ilkay Gündogan setzen

„Nach den positiven Gesprächen mit Hansi (Flick) war für mich klar: Ich bin noch nicht fertig mit dem Kapitel Nationalmannschaft. Ich dachte mir: Das kann es noch nicht gewesen sein“, sagte Gündogan dem „Kicker“. 

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„Ich war nach dem frühen Ausscheiden bei der EM sehr enttäuscht und musste das über meinen Urlaub hinweg erst einmal sacken lassen“, betonte Gündogan und fügte hinzu: „Ich habe mit Hansi daher sehr ausführlich telefoniert und er hat mir erklärt, wie er in Zukunft mit uns wieder erfolgreich sein möchte und welche Rolle ich dabei spielen soll.“

Mit Gündogan kann Flick nun für die WM 2022 in Katar planen. Nach 49 bestrittenen Länderspielen sollen noch einige weitere folgen.

Seine Nationalmannschafts-Karriere wäre ansonsten eine unvollendete gewesen. Den Titelgewinn 2014 in Brasilien hatte der Ex-Dortmunder aufgrund von Rückenproblemen verpasst. Auch bei der EM 2016 musste der 30-Jährige passen, dieses Mal wegen einer Knieverletzung. Es folgten die enttäuschenden Turniere 2018 (in Russland) und 2021.

Ilkay Gündogan vor DFB-Jubiläum

Gündogans erster Einsatz unter Flick wird gleich ein Jubiläum – nämlich Länderspiel Nummer 50. Am 26. August gibt der Bundestrainer seinen Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein (2. September), Armenien (5. September) und Island (8. September) bekannt.

Gündogan wird dabei sein – auch wenn er sich beim Premier-League-Auftakt bei den Tottenham Hotspur (0:1) eine Schulterverletzung zugezogen hat. Diese soll ihn allerdings nicht am Spielen hindern.

Seine erste Partie im DFB-Dress absolvierte Gündogan im November 2011 in der EM-Qualifikation gegen Belgien (3:1), als er kurz vor Abpfiff für Philipp Lahm (37) in die Partie kam. (mze)

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