Beim italienischen Erstligisten Hellas Verona greift der Frust im Abstiegskampf um sich. Mittendrin: ein aus der Bundesliga ausgeliehener Profi.
Polizei ermitteltWüste Rangelei: Bundesliga-Flop geht auf Fan los

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Gift Orban steckt mit Hellas Verona im Abstiegskampf, jetzt kommen auch Negativ-Schlagzeilen abseits des Platzes hinzu.

War diese Niederlage schon der Sargnagel für Hellas Verona? In der italienischen Serie A droht dem Meister von 1985 der Abstieg in die Zweitklassigkeit. In der Stadt von Shakespeares „Romeo und Julia“ gibt es mitten in der Krise das ganz große Drama.
Nach der fünften Niederlage in Serie, dem 0:1 gegen Milan am Sonntag (19. April 2026), lagen die Nerven bei allen Beteiligten blank. Das führte vor dem Stadion zu wilden Szenen, die durch einen kurzen Videoclip jetzt auch bei Social Media kursieren.
In Verona liegen die Nerven im Abstiegskampf blank
Auf dem rund 20-sekündigen Video, über das auch der lokale TV-Sender Telenuovo berichtete, ist der aus der Bundesliga nach Verone verliehene Stürmer Gift Orban (23) zu sehen, der aus seinem Auto stürmt und auf einen Fan losgeht.
Orban soll bei der Abfahrt nach dem Spiel nicht auf Autogrammwünsche eingegangen sein, der Mann soll daraufhin wütend gegen das Fahrzeug geschlagen haben.
Anschließend ging der vertraglich noch bis 2029 an die TSG Hoffenheim gebundene Nigerianer auf den Mann los, lieferte sich eine wüste Rangelei, bei der auch ein Absperrgitter scheppernd zur Seite krachte. Mehrere Umstehende griffen schnell ein und trennten die beiden Streithähne, ehe sich die Wut weiter hochschaukeln konnte.
Laut Telenuovo soll die italienische Polizei Ermittlungen wegen des Vorfalls aufgenommen haben. Orban habe sich noch an Ort und Stelle für sein Verhalten entschuldigt.
Vor gut einem Jahr war Orban im Januar 2025 für 9 Millionen Euro von Olympique Lyon nach Hoffenheim gewechselt, in seinen ersten 13 Bundesliga-Spielen gelangen ihm vier Tore. Zum Saisonende kam er aber schon kaum mehr zum Zug, im Sommer suchte die TSG bereits einen Abnehmer für den gefloppten teuren Winter-Neuzugang.
In Verona lieferte er als Leihspieler lange Zeit eine solide Saison ab, traf in der Hinrunde immerhin sechsmal. In der katastrophalen Rückrunde mit fünf Punkten in 14 Spielen ist auch Orban kein Faktor mehr, bei noch fünf ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer inzwischen satte zehn Punkte.
Dass Hellas die Kaufoption in Millionenhöhe zieht, wird damit immer unwahrscheinlicher. Mit jedem Spieltag rückt so auch die Rückkehr von Orban nach Hoffenheim, wo ihm keine Zukunftschancen ausgerechnet werden, näher.
