Eiskalte Abfuhr für Thomas Tuchel in Miami! Vor dem „kleinen WM-Finale“ bekam der Trainer den Frust der Fans zu spüren. Doch dann kam der Anpfiff ...
Irres Spiel um Platz dreiBuhrufe bei Aufstellung: Tuchel kriegt’s von allen Seiten

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Thomas Tuchel wurde von Didier Deschamps herzlich empfangen – von einigen Fans weniger.
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Von einem freundlichen Empfang konnte keine Rede sein. Unmittelbar vor dem Start der Partie um WM-Bronze zwischen den Engländern und den Franzosen wurde es für Thomas Tuchel im Hard Rock Stadium von Miami richtig ungemütlich.
Die Verkündung seines Namens über die Stadionanlage quittierte das Publikum mit Pfiffen und Buhrufen. Das berichtet „The Sun“.
Pfiffe für Tuchel auch von PSG-Fans
Die Fans aus England hatten das Halbfinal-Aus anscheinend noch nicht verdaut. Ihr Team führte gegen Argentinien und hatte das Endspiel vor Augen, doch dann wechselte Tuchel seine Taktik zu einer Fünfer-Abwehrreihe – und die Three Lions kassierten in der Schlussphase noch zwei Treffer.
Doch die Ablehnung kam nicht allein von den englischen Zuschauern. Die englische Boulevardzeitung spekulierte, dass sich unter den Anwesenden auch viele Fans von Paris Saint-Germain befanden, dem früheren Arbeitgeber von Tuchel.
Zwar holte er mit PSG zwei Meisterschaften und den nationalen Pokal und erreichte das Endspiel der Königsklasse, doch seine Amtszeit in Paris war von Konflikten geprägt.
Ungeachtet der massiven Vorwürfe und des Zorns der Anhänger scheint Tuchel nach wie vor das Vertrauen des englischen Verbands FA zu genießen. Man rechnet fest damit, dass er die „Three Lions“ auch bei der Euro 2028 betreuen darf.
Und das für viele wertlose Spiel um Platz drei könnte dem deutschen Trainer dabei helfen, in der Gunst der englischen Fans wieder zu steigen. Denn die Three Lions nahmen die Partie offensichtlich ernst, zeigten sich trotz zahlreicher Wechsel in der Startelf äußerst spielfreudig und dominant.
„Wir haben so viele Kilometer in den Beinen, wir haben große Reisestrapazen und hatten einen Tag weniger zur Erholung“, sagte Tuchel zu seiner Startelf, in der unter anderem Harry Kane und Jude Bellingham fehlten.
Gegen zugegebenermaßen ziemlich lustlose Franzosen um Superstar Kylian Mbappé brannte England in der ersten Halbzeit trotz Rotation ein Feuerwerk ab und führte zur Pause mit 4:0! Declan Rice (3. Minute), Ezri Konsa (18.) und Bukayo Saka (37./45.+1) erzielten die Tore. Buhrufe und Pfiffe gab es beim Halbzeitpfiff höchsten noch von den frustrierten Frankreich-Fans.
Nach der Pause dann ein ganz anderes Spiel. Plötzlich war Frankreich voll da, kam durch Tore von Kylan Mbappé (48., 66.) und Bradley Barcola (54.) zurück. Es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch, den in der Halbzeitpause wohl niemand erwartet hatte. Saka per Foulelfmeter (87.) traf zum 5:3, Ousmane Dembélé (90.+6) verkürzte nochmal, ehe Jude Bellingham (90.+8) alles klarmachte.

