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„Mit der Sch***e nicht zufrieden“Bundesliga-Urgestein geht vor Halbfinale auf Tuchel los

Mit seinen deutlichen Worten nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Norwegen hat Thomas Tuchel viele Kritiker gegen sich aufgebracht.

Thomas Tuchel (52) ist dem größten Erfolg seiner Trainer-Karriere ganz nahe: Nach dem Gewinn der Champions League winkt jetzt der Coup als Nationaltrainer, schon bei seinem ersten Turnier könnte er England zum Weltmeister machen.

Im Viertelfinale brauchte der deutsche Coach der „Three Lions“ allerdings viel Geduld, erst nach Verlängerung setzte sich England gegen Norwegen durch. Tuchel war anschließend nicht allzu glücklich mit der Vorstellung seiner Auswahl, kritisierte viele Aspekte des Spiels gegen die Skandinavier. Das sorgte in der Folge allerdings für ein lautes Echo.

Auch Jude Bellingham widersprach Thomas Tuchel deutlich

Zunächst zeigte sich Superstar Jude Bellingham (23) extrem angefressen von den Worten seines Trainers. Tuchel wisse womöglich einfach nicht, wie es sich anfühle, unter derartigen Bedingungen Fußball zu spielen, ätzte der Doppeltorschütze, der seinen Coach damit ganz alt aussehen ließ.

Seitdem gibt es viel Rückendeckung für den Mittelfeldspieler von Real Madrid und reichlich Gegenwind für Tuchel, der mit England am Mittwoch im Halbfinale auf Argentinien trifft. Deutlich äußerte sich auch Bundesliga-Urgestein Ewald Lienen (72) in seinem Podcast „Der Sechzehner“.

Für die Tuchel-Tirade hatte der frühere Trainerkollege überhaupt kein Verständnis, er kritisierte: „Es war vor allem unnötig. Das ist so an den Haaren herbeigezogen, der ganzen Welt zeigen: Wir sind jetzt zwar im Halbfinale, aber mit der Scheiße bin ich natürlich nicht zufrieden.“

Auch wenn Kritik grundsätzlich richtig sei, störte sich Lienen an der Art des Tuchel-Vorstoßes. „Das kann ich intern machen“, stellte der Ex-Coach des 1. FC Köln klar: „Er will erst mal der ganzen Welt zeigen, dass er ein scharfer Hund ist und sich damit nicht zufrieden gibt.“

Ewald Lienen gestikuliert auf der Bühne.

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Ewald Lienen war mit dem Auftritt von Thomas Tuchel nicht zufrieden.

Tuchel habe schon während des gesamten Spiels „angepisst“ gewirkt und seine „Hasskappe aufgesetzt“, beklagte Lienen: „Ich muss auch nicht mit einem hassverzerrten Gesicht jemanden 30 Sekunden anbrüllen. Ich kann etwas ganz klar und auch aggressiv sagen, ohne dass die ganze Welt denkt, der frisst ihn jetzt gleich auf.“

Der ehemalige Nationaltorhüter Oliver Kahn (57) nahm Tuchel dagegen in Schutz. Tuchel habe keine schlechte Stimmung verbreitet. „Er hat etwas getan, das im Spitzensport selbstverständlich sein sollte. Er hat verhindert, dass ein Sieg wichtiger wird als die Wahrheit“, schrieb der langjährige Torhüter des deutschen Rekordmeisters Bayern München.

„Der Unterschied zwischen guten und außergewöhnlichen Mannschaften zeigt sich nicht nach Niederlagen, sondern nach Siegen“, schrieb Kahn beim Karriere-Portal LinkedIn.

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