Das 0:5-Desaster in Freiburg sorgt für ein Beben in Gladbach. Fernseh-Ikone Lothar Matthäus sieht dunkle Wolken über Trainer Polanski.
„Wackelt gewaltig“Matthäus wird bei Bundesliga-Trainer deutlich

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Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus am Sky-Mikrofon

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Bei Borussia Mönchengladbach brennt der Baum!
Nach einer 0:3-Niederlage in Leipzig und einem 3:4 gegen Neuling Elversberg folgte am Samstag eine schmerzhafte 0:5-Abreibung beim SC Freiburg. Das niederschmetternde Ergebnis: drei Niederlagen, ein Torverhältnis von 3:12 und das Schlusslicht der Tabelle!
Lothar Matthäus: „Es ist ein Sturm in Mönchengladbach“
TV-Experte und Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus erklärte vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen, die Mannschaft habe sich im zweiten Durchgang einfach „ergeben“. Für Coach Eugen Polanski sei die Lage aus diesem Grund extrem angespannt.
„Zurzeit wackelt der Stuhl richtig, richtig gewaltig. Es ist ein Sturm in Mönchengladbach, was die Trainerposition betrifft“, äußerte sich Matthäus unmissverständlich am Mikrofon von Sky und fügte hinzu, der Klub solle keine weitere Zeit verschwenden, „um vielleicht über den Trainer nachzudenken“.
Die 0:5-Pleite in Freiburg markierte den nächsten herben Dämpfer für Polanski und seine Mannschaft. Für die Hausherren machten Yannik Engelhardt und Igor Matanovic mit je zwei Toren sowie Maximilian Eggestein den deutlichen Sieg klar.
Was besonders alarmiert: Nicht ein einziger Torschuss wurde von der Borussia auf den Kasten der Freiburger abgegeben. Obendrein wurde Spielführer Tim Kleindienst in Minute 52 mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.
Die Klagen am Coach sind keineswegs unbegründet. Im September 2025 hatte Polanski das Amt von Gerardo Seoane angetreten und das Team immerhin auf den zwölften Rang und damit zum Verbleib in der Liga gecoacht. Allerdings stagnierte die ersehnte Weiterentwicklung bereits zum Ende der Saison, als aus zwölf Partien der Rückrunde lediglich zwei Erfolge resultierten.
Dennoch fällte Sportdirektor Rouven Schröder nach ausgiebigen Debatten im Mai die Entscheidung, die Kooperation fortzusetzen. Er stellte jedoch klar, dass ein „Weiter so“ nicht infrage komme.
Eine vollständige Saisonvorbereitung und eine umgebaute Mannschaft wurden Polanski zur Verfügung gestellt, die angreifender und mit mehr Freude am Spiel agieren sollte – zu sehen war davon bislang allerdings kaum etwas.
Nach diesem desaströsen Auftakt dürfte der Kredit nun verspielt sein. Polanski steht vor der kommenden Partie gegen Mainz daher gewaltig unter Zugzwang – sofern er diese überhaupt noch als Trainer führen darf.
Rouven Schröder sagte nach dem Spiel zur Zukunft des Trainers: "Wir werden mit Eugen das Gespräch führen, auch mit der Mannschaft, mit dem Mannschaftsrat und mit allen, die heute beteiligt waren, ob wir in dieser Form so weitermachen wollen. Wir müssen punkten und das ist wichtiger als eine Person.“

