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Mit Trage vom PlatzFC-Frauen siegen weiter – Sorge um Neuzugang

Taylor Ziemer und Pauline Bremer umarmen sich beim Torjubel.

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Jubel bei Taylor Ziemer und Pauline Bremer nach dem Führungstreffer.

Die FC-Frauen feierten in der Bundesliga den dritten Sieg in Folge. Doch Sophie Nachtigall bereitet Sorgen.

Das Frauen-Team des 1. FC Köln hat seinen starken Saisonstart fortgesetzt. Am 4. Spieltag besiegten die Kölnerinnen Union Berlin mit 3:0 und feierten den dritten Sieg in Folge. Getrübt wurde der Erfolg von einer Verletzung von Sophie Nachtigall.

Britta Carlson musste in der Innenverteidigung weiterhin auf Kapitänin Marina Hegering (muskuläre Beschwerden) und Nationalspielerin Kathy Hendrich (Fußverletzung) verzichten. Anstelle von Hegering trug Laura Feiersinger die Binde.

Schreckmoment um Sophie Nachtigall

Köln ist personell arg gebeutelt, doch das Selbstbewusstsein aus dem guten Saisonstart war den FC-Frauen anzumerken. Im gut gefüllten Franz-Kremer-Stadion gingen sie immer wieder früh drauf, um die Gäste aus Berlin zu Fehlern zu zwingen.

Eine Taktik, die sich schon bald auszahlen sollte. In der 18. Minute vergab zunächst Pauline Bremer die große Chance auf die Führung, nur Augenblicke später köpfte Taylor Ziemer den Ball einer Flanke von Vanessa Leimenstoll aus kürzester Distanz vorbei. Es schien fast schwerer, den Ball nicht im Kasten unterzubringen, als ihn zu versenken. 

Doch die Fans waren noch gar nicht fertig damit, sich die Augen zu reiben, als es plötzlich doch 1:0 für die Kölnerinnen stand. Nach einem ganz schlimmen Pass von Union-Torhüterin Nadine Böhi eroberte der FC am Strafraum den Ball, der über ein paar Ecken zu Ziemer kam. Erneut war ihr Abschluss nicht perfekt, doch von der Keeperin prallte der Ball ab und kullerte über die Linie (19.). Der Treffer wurde als Eigentor gewertet.

Ziemer hatte zehn Minuten nach dem Glückstor die Chance auf das 2:0, traf den Ball aber nicht richtig. Auf der anderen Seite parierte FC-Keeperin Lisa Schmitz stark gegen Jill Janssens und bewahrte die knappe Kölner Führung.

Carlson brachte zur zweiten Halbzeit Amelie Bohnen für Leimenstoll. Keine fünf Minuten waren gespielt, als erneut „Et Trömmelche“ erklang. Nach einer Flanke faustete die unsichere Berliner Keeperin die Kopfballverlängerung von Jessen viel zu kurz und zentral raus, sodass Bremer mit dem Kopf leichtes Spiel hatte (50.).

Sophie Nachtigall liegt auf dem Rasen. Der Betreuer zeigt an, dass sie ausgewechselt werden muss.

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Sophie Nachtigall musste mit einer möglichen Kopf- oder Nackenverletzung ausgewechselt werden.

Der FC machte danach mächtig Druck, hatte mehrere Chancen auf das 3:0. Dann aber wurde es still im Stadion. Nachtigall war bei einem tiefen Kopfball im Strafraum mit voller Wucht gegen das Knie von Amber Tysiak geprallt und unter starken Schmerzen liegengeblieben.

Lange wurde sie auf dem Rasen behandelt, unter anderem wurde ihr zur Stabilisierung eine Halskrause angelegt. Unter dem aufmunternden Applaus der Fans wurde die im Sommer aus Freiburg gekommene Mittelfeldspielerin schließlich mit einer Trage vom Platz gebracht.

Danach war ein kleiner Bruch im FC-Spiel zu sehen. Die Kölnerinnen überließen den Gästen aus Köpenick nun vermehrt den Ball und zogen sich weit zurück. Das Team von Trainerin Marie-Louise Eta, die in der Schlussphase der vergangenen Saison die Männer der Eisernen betreut hatte, konnte daraus aber keinen Ertrag schlagen.

Und so plätscherte das Spiel in der letzten halben Stunde ein wenig vor sich hin – bis zur 83. Minute! Mit einem langen Ball wurde die eingewechselte Lydia Andrade geschickt. Böhi war unsicher, ob sie rauskommen oder schnell nach hinten in ihr Tor laufen sollte. Halbherzig entschied sich die schwache Union-Torhüterin für die zweite Variante. Andrade legte den Ball an ihr vorbei und machte mit dem 3:0 alles klar.

Durch den dritten Sieg in Folge – alle übrigen zu Null – kletterten die FC-Frauen zumindest über Nacht auf Platz drei. Ein Top-Start in die neue Saison! Union wartet derweil noch immer auf den ersten Punkt und ist Tabellenletzter.

Rene Wagner beobachtet beim Training in Hocke das Geschehen.
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