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Vor Köln-DuellVorsicht FC: Thioune zieht Klopp-Ansage zurück

Werder-Coach Daniel Thioune spricht am Rande eines Spiels am Sky-Mikrofon.

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Werder-Coach Daniel Thioune spricht am Rande eines Spiels am Sky-Mikrofon. Am Samstag gastiert er mit seinen Bremern in Köln.

Niclas Füllkrug ist zurück in Bremen und sofort wieder auf Betriebstemperatur. Sein Trainer will daran nichts ändern, und nimmt eine „Sexy“-Ansage in Richtung Klopp wieder zurück.

Auf einen bestimmten Spielstil will sich Werder Bremens Trainer Daniel Thioune vor dem Spiel beim 1. FC Köln nicht festlegen. Beide Teams operierten in den ersten beiden Liga-Partien viel mit langen Bällen.

„Das ist manchmal eher die Befreiung als die Spielidee. Die Kölner sind vielleicht auch noch nicht in der Lage, den Gegner immer auszuspielen“, sagte der 52‑Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Duell am Samstag (12. September/18.30 Uhr im Liveticker auf EXPRESS.de).

Thioune nimmt Füllkrug den DFB-Rucksack wieder ab

Thioune verwies zugleich auf FC-Stürmer Ragnar Ache: „Wir wissen alle, was für ein guter Kopfballspieler er ist.“ Eine Warnung, die umgekehrt aber auch für den FC gilt! Mit Niclas Füllkrug haben die Bremer selbst einen wuchtigen Angreifer, der das Kopfballspiel beherrscht.

Zudem fühlt sich der Ex-Nationalspieler zurück an der Weser pudelwohl. Erst traf der 33-Jährige im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa, dann legte er beim ersten Heimsieg gegen RB Leipzig (3:1) nach.

Dazu kommt Füllkrugs ordentliche Köln-Bilanz: In acht Begegnungen mit dem FC war der Stürmer viermal erfolgreich. In jedem zweiten Duell ein Treffer – und das schon in drei verschiedenen Farben: für Hannover 96, Borussia Dortmund und eben für Werder.

Für das Team von René Wagner dürfte aber vor allem das Selbstvertrauen des Stürmers eine Warnung sein. „Ich wusste vorher, dass ich treffe“, hatte Füllkrug nach seinem emotionalen Comeback-Tor gegen RB erklärt.

Und damit sich der Stürmer diese Lockerheit auch gegen Köln beibehält, zog der Werder-Coach seinem Profi kurzerhand den schweren Rucksack wieder ab, den er ihm zuvor mit einer Aussage verpasst hatte.

„Es war forsch von mir, zu sagen: ‚Wir machen ihn sexy für die Nationalmannschaft‘“, sagte Thioune. Gemeint war eine mögliche Rückkehr in den deutschen Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp. Füllkrug habe seine Aussage aber gut eingeordnet. Man wolle dem Angreifer jetzt „nicht den Rucksack Nationalmannschaft aufsetzen“.

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Ganz vom Tisch ist das Thema damit allerdings nicht. Füllkrug kommt bislang auf 24 Länderspiele und 14 Tore für Deutschland und würde sich mit guten Leistungen zwangsläufig noch einmal in Stellung bringen.

Zumal es nach Thiounes Einschätzung nicht viele klassische Mittelstürmer auf Top-Niveau gebe. „Vielleicht kommt Jürgen Klopp ja mal bei uns vorbei“, so der Coach jetzt vorsichtiger. Bis dahin will Füllkrug weiter Tore für sich sprechen lassen, ganz ohne Rucksack. Der 1. FC Köln dürfte gewarnt sein.

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