Späte BeichteEx-BVB-Coach packt aus: „Hätte sie sofort rausschmeißen müssen“

Nach fast zehn Jahren redet Peter Bosz Klartext über sein Ende beim BVB! Eine Meuterei im Team soll ihm damals den Trainerposten gekostet haben.

Das ist mal eine Ansage, so viele Jahre danach! Beinahe ein Jahrzehnt nach seinem krachenden Scheitern bei Borussia Dortmund legt Peter Bosz die Karten auf den Tisch und enthüllt pikante Details aus seiner BVB-Amtszeit.

Der Coach, der momentan die PSV Eindhoven betreut, macht eine Rebellion von Spielern öffentlich, die ihm im Winter 2017 wohl seinen Job gekostet hat.

Bosz: „Dieser Trainer ist total verrückt“

In einer Show des holländischen Kanals „Omroep Brabant“ erzählte Bosz freimütig von der Opposition gegen seine taktische Ausrichtung, die sich nach einer 1:3-Klatsche in der Königsklasse gegen Real Madrid entwickelt haben soll. Nach einem furiosen Beginn mit Angriffsfußball schlug die Atmosphäre um, als die Zahl der Gegentreffer anstieg, was Mitte Dezember das Ende für ihn bedeutete. Das berichtet „Sport1“.

Bosz zufolge sollen sich damals drei Anführer im Team verbündet haben. Einen davon benennt er klar: den griechischen Verteidiger Sokratis Papastathopoulos.

Über diese Gruppe äußerte er: „Da haben sich Sokratis Papastathopoulos, (...) der Torwart und der defensive Mittelfeldspieler zusammengesetzt und gesagt: ‚Dieser Trainer ist total verrückt. Wir laufen viel zu weit nach vorne. Schau dir das mal an, wir kassieren drei Gegentore.'“

Diese Bedenken verbreiteten sich angeblich rasant in der Mannschaft. „Die Spieler-Revolte sorgte dafür, dass die Mannschaft auseinanderzufallen begann“, lautet die nachträgliche Einschätzung des Mannes, der inzwischen 62 Jahre alt ist. Die schlechte Stimmung im Umkleideraum war demnach der ausschlaggebende Punkt.

Inzwischen betrachtet er die Angelegenheit anders und zeigt sich sehr selbstkritisch bezüglich seines damaligen Zauderns. Seine Schlussfolgerung: „Da hätte ich eingreifen müssen. Ich hätte nicht mit ihnen reden sollen, sondern sie sofort aus dem Team werfen müssen. Mit dem Wissen von heute hätte ich das getan.“

Die zwei weiteren Akteure erwähnte Bosz nicht mit Namen. Zu dieser Zeit hütete Roman Bürki den Kasten, während Nuri Sahin auf der Sechser-Position spielte – beide waren gegen Real Madrid in der Anfangsformation. Sahin probierte sich später auch als Coach bei den Dortmundern, doch auch er wurde nach kurzer Zeit entlassen. (red)

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