Der 1. FC Köln hat das dritte Spiel der neuen Bundesligasaison absolviert. Am Samstagabend ging es um 18.30 Uhr gegen Werder Bremen. Da war mehr drin!
Unnötiger PunkteverlustFC zu passiv gegen Bremen – Wagner trampelt vor Wut

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Ludovit Reis (SV Werder Bremen) grätscht gegen Mikey Moore (1. FC Köln).
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Nach zuletzt zwei verschlafenen ersten Halbzeiten wollte der 1. FC Köln es im Heimspiel gegen Werder Bremen besser machen: gleich voll da sein. Am Samstagabend (12. September 2026) gelang das auch. Nur wurde dieses Mal die zweite Halbzeit verschlafen.
Als Schiedsrichter Florian Exner (Münster) um 20.30 Uhr abpfiff, stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel. FC, da war mehr drin. Diese Punkteteilung tut weh!
1. FC Köln: Zu Beginn noch vielversprechend
Zu Beginn sah es noch vielversprechend aus. Der FC sortierte sich schnell und übernahm nach den ersten Angriffsversuchen der Gäste das Kommando. Nach sieben Minuten zog This Dallinga ab, Bremens Youri Reeger hatte den Arm nicht am Körper, als der Ball drankam. Die Konsequenz: Elfmeter!
Dallinga trat an, doch Keeper Karl Hein ahnte die Ecke und parierte. Der FC-Frust währte nicht lange. Tom Krauß war in der 11. Spielminute hellwach und eroberte einen Ball in der Bremer Hälfte. Dann ging es schnell: Über Ellyes Skhiri landete die Kugel bei Linton Maina, der gekonnt vollstreckte. 1:0 für Köln. Bremen wirkte sehr verletzlich.
Doch die Gäste versuchten in der Folge, auch zu Chancen zu kommen. So ganz sattelfest wirkte die FC-Defensive dabei nicht. Alessia Castro-Montes hatte definitiv seine Themen in der Abwehrarbeit, aber offensiv konnte er teils glänzen. So in der 25. Minute, als er nach einem kurzen Solo Mikey Moore bediente. Doch dessen Abschluss strich knapp über das Gehäuse. Der FC war dann etwas mutlos, konnte die Bremer nicht überrollen.
Das Spiel plätscherte bis zur Pause eher so dahin. Köln wollte und konnte nicht, Bremen ebenfalls. Gute Torchancen gab es nicht, stattdessen viele Fehler und unsauberes Passspiel. Trotzdem: Der FC kassierte keinen Gegentreffer, was die Fans zum Halbzeitpfiff mit Applaus honorierten.
Im zweiten Abschnitt überließen die Hausherren den Gästen das Spiel. Werder, zuvor harmlos, hatte die wesentlich besseren Chancen. Olivier Deman profitierte von einem Stellungsfehler von Simpson-Pusey, den Schuss parierte Schwäbe (50.). Chuki scheitert auch am Kölner Schlussmann und Eren Dinkci traf nur die Latte (59.). Der FC viel zu passiv.
Trainer Wagner reagierte. Als Ragnar Ache, Sebastian Sebulonsen und Isak Johannesson zur Einwechslung bereitstanden, zeigte Moore seine Klasse und zog nach einem knackigen Solo ab. Da musste sich Hein im Werder-Tor gewaltig strecken.
Dann die Wechsel in der 64. Minute: Castro-Montes, Dallinga und Maina mussten weichen. Weil Maina zu lange brauchte, um den Platz zu verlassen, spielte der FC kurz in Unterzahl. Erst dann durfte Johannesson auf den Platz.
Köln benötigte jetzt dringend Entlastung, doch die Gäste schnürten den FC teilweise regelrecht ein. Die logische Folge: Nach 70 Minuten fiel das 1:1. Simpson-Pusey bekam nach einer Ecke den Ball vor die Füße und konnte ihn nur genau zu Niclas Füllkrug abwehren. Der hämmerte das Ding aus kurzer Distanz in die Maschen. FC-Trainer Wagner rastete auf der Bank wie Rumpelstilzchen aus, stampfte mehrfach mit den Füßen auf den Boden.
Kurz danach kam El Mala für Moore aufs Feld. Die Fans waren jetzt lautstark da. Sie spürten, dass die Mannschaft Support brauchte. Zunächst rannte El Mala sich noch im Strafraum fest. Dann war es Bülter, der sich ein Herz fasste – Hein war mit den Fingerspitzen dran. Der FC wachte spät auf, drängte aufs 2:1. Auch Ache konnte den Ball nicht über die Linie stochern. Paul Okon-Engstler kam noch für den angeschlagenen Krauß rein. Doch es blieb beim Unentschieden.
FC-Coach Wagner tauschte nach dem 1:4 beim VfB Stuttgart auf vier Positionen. Ragnar Ache, Jan Thielmann, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler blieben vorerst draußen, dafür rückten Thijs Dallinga, Marius Bülter, Mikey Moore und Ellyes Skhiri in die Startformation. Die Abwehr blieb trotz sechs Gegentreffern in zwei Spielen zunächst personell unberührt.
So startete der FC gegen Bremen: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Skhiri, Krauß – Moore – Bülter, Dallinga, Maina
Said El Mala blieb nach seiner Erkältung und wenigen Trainingstagen danach vorerst auch draußen. Härtefälle gab es auch: Wagner verzichtete im Kader komplett auf Luca Waldschmidt, Reigan Heskey, Rav van den Berg und Imad Rondic. Keine einfachen Entscheidungen für den Coach.
Nach drei Spielen hat Köln jetzt vier Zähler und liegt in der Tabelle auf Rang 11. Am Samstag (19. September, 15.30 Uhr) muss der FC beim Hamburger SV antreten.
