Marco Rose über seinen Mentor Wie Klopp mit dem „Worst Case“ umgehen würde

Rose und Klopp feiern zusammen

Marco Rose und Jürgen Klopp lernten sich in Mainz kennen.

Mönchengladbach – Der FC Liverpool war zwei Siege entfernt vom ersten Meistertitel seit 30 Jahren, als die Premier League unterbrochen wurde. Wahrscheinlich würden die 82 Punkte, die die Reds aktuell auf dem Konto haben, am Ende auch dann reichen, wenn in den neun verbleibenden Spielen kein einziger dazukäme. Doch wann der Ball wieder rollt, weiß auch in England niemand.

Zuletzt erntete Liverpool einen Shitstorm, als sich der Klub in der Coronavirus-Krise unter einen staatlichen Rettungsschirm begab. Abseits dieser Geschichte wird die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp (52) jedoch weltweit bedauert.

Rose: Klopp stellt Gesundheit über alles

Borussia Mönchengladbachs Coach Marco Rose (43) ist mit Mainz unter Klopp einst in die Bundesliga aufgestiegen. Und auch wenn er betont, in den vergangenen Wochen keinen Kontakt zu seinem einstigen Mentor und heutigen Freund gehabt zu haben, sagt Rose bei „Sky“: „Ich glaube, Kloppo ganz gut zu kennen. Und ich weiß, dass er mit Sicherheit das Thema Gesundheit über alles stellt. Es dürfte nicht sein größtes Thema sein, wann die Premier League weitergeht.“

Rose weiter: „Im Worst Case würde er sich sicherlich – und da habe ich ganz gute Erfahrungen aus Mainz – irgendwann im Juli wieder vor seine Mannschaft stellen und sie würden wieder versuchen, diese Meisterschaft nach Liverpool zu holen.“ Denn unter ähnlichen Voraussetzungen (sofern es so etwas überhaupt geben kann) lernte Rose Klopp einst kennen als Trainer.

Mainz erlitt zwei Nicht-Aufstiegs-Dramen in Folge

Rückblick: Mainz 05 war vor 18 Jahren als Zweiter in den letzten Spieltag der 2. Bundesliga gegangen, ein Punkt bei Union Berlin hätte gereicht für den Aufstieg. In der Schlussphase geriet Mainz in Rückstand, verlor 1:3. Arminia Bielefeld und der VfL Bochum zogen vorbei.

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In der Saison 2002/03, Rose war frisch aus Hannover gekommen, mussten die 05er erneut Anlauf nehmen. Wieder haute es nicht hin, diesmal auf noch dramatischere Art und Weise, weil Eintracht Frankfurt gleich zwei Tore in der Nachspielzeit erzielte. 2004 stieg Mainz dann endlich auf und Klopp prophezeite Rose genau wie Sandro Schwarz (41) noch in derselben Nacht im volltrunkenen Zustand: „Ihr werdet Trainer.“

Können sich Rose und Klopp irgendwann gegenseitig gratulieren?

Dass Rose den heutigen Weltstar bestens kennt, dürfte also niemand anzweifeln. Der sagt außerdem über Klopps wahrscheinliche Haltung in diesen schwierigen Wochen: „Seine Gedanken dürften eher um die Menschen kreisen, denen es mit der Krankheit nicht so gut geht, die Risikogruppen. Meisterschaft ja oder nein – das spielt sicherlich eine Rolle, wenn man so kurz davor ist, aber ganz sicher eine zweitrangige.“

Und wer weiß: Vielleicht können sich Rose und Klopp in den Arm nehmen und sich gegenseitig gratulieren, wenn sie sich wiedersehen – zum Einzug in die Champions League mit Gladbach und zum Meistertitel mit Liverpool.

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