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FC-Boss wird deutlichKeller und Rose reagieren auf Hass-Gesänge: „Darum haben wir die Mauer abgerissen“

Die Fans des 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Leipzig.

Die Fans des 1. FC Köln halten während der Hymne vor dem Spiel gegen RB Leipzig ihre Schal in die Höhe (15. März 2024).

Die Fans des 1. FC Köln sorgten beim Spiel gegen RB Leipzig mit ihren „Wir hassen Ostdeutschland“-Gesängen für einen Fremdschäm-Moment. Christian Keller und Marco Rose hatten eine klare Meinung dazu.

Das gehört nicht in ein Fußball-Stadion. Die Fans des 1. FC Köln haben beim Spiel gegen RB Leipzig (15. März 2024) für einen Skandal gesorgt. Die Süd stimmte in der 57. Minute plötzlich: „Wir hassen Ostdeutschland“-Gesänge! Eine Geschmacklos-Aktion ausgerechnet am „Aktionstag für gesellschaftlichen Zusammenhalt“.

„Köln hat geile Fans, wenn solche Gesänge kommen, weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll, aber wir haben auf dem Platz geantwortet“, sagte Leipzig-Profi David Raum.

Marco Rose: „Darum haben wir die Mauer abgerissen“

Leipzig-Coach Marco Rose, der selber in der ehemaligen DDR geboren ist, fand nachher die richtigen Worte für die peinliche Aktion. „Ich bin hier, um zu verbinden und nicht, um zu spalten. Ich glaube, es ist wichtig, das richtig einzuordnen und nicht gut zu heißen. Ich finde das nicht gut, aber mir geht es auf gar keinen Fall darum zu spalten. Die Leute da drüben, die uns noch nicht so gut kennen, sollen kommen. Es gibt bei uns ganz viele coole Menschen, so wie hier. Es gibt ein paar Idioten, so wie hier. Am Ende ist also alles sehr ähnlich und deswegen wurde auch irgendwann die Mauer abgerissen, auch in den Köpfen“, sagte Rose.

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Der RB-Coach sagte weiter: „Es gibt ganz viele Menschen da draußen, die die richtige Haltung und Einstellung haben und an denen sollten wir uns hochziehen. Die sollten die anderen vielleicht auch ein bisschen korrigieren und dann machen wir weiter.“

Christian Keller hatte weit weniger Verständnis für die eigenen Fans. Der FC-Boss fand klare Worte für das Verhalten in der Kurve. „Es geht überhaupt nicht, dass es solche Gesänge gibt. „Ich verstehe nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht.“

Noch unbegreiflicher war ihm die Aktion in der 43. Minute, als eine Glasflasche aus dem Block den Leipziger Xavi nur knapp verfehlte. Der RB-Profi hatte zuvor bei seinem Treffer zum 1:0 provokant vor der Kurve gejubelt. Keller kündigte Konsequenzen an: „Wer auch immer die Flasche geworfen hat. Ich hoffe, wir werden denjenigen über die Videobilder rausziehen.“