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Derby-Alarm bei GladbachKapitän bricht Training ab, Abwehr-Star wackelt

Tim Kleindienst auf dem Weg auf den Trainingsplatz bei Borussia Mönchengladbach.

Copyright: Dirk Päffgen

Gladbach sorgt sich mal wieder um Tim Kleindienst.

Vor dem brisanten Derby gegen den 1. FC Köln herrscht dicke Luft am Borussia-Park. Der Kapitän muss vom Platz!

Die Derby-Woche ist eingeläutet, und bei Borussia Mönchengladbach geht's direkt zur Sache. Drei Tage nach dem 1:1-Unentschieden im Test gegen den FC St. Pauli leitete der neue Trainer Alexander Blessin am Dienstag (6. Oktober 2026) die erste Einheit.

Von einem lockeren Start war nichts zu sehen! „Es war direkt intensiv. Eigentlich starte ich immer dosierter in die Woche, aber wir müssen schauen, welche wichtigen Themen wir in diese Woche packen“, sagte Blessin. Sein erstes Pflichtspiel als Fohlen-Coach ist das brisante Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Köln am Sonntag, und er legt den Finger direkt in die Wunde: die Abwehrarbeit.

Bangen um den Kleindienst und Itakura

Die mangelnde Aktivität aus dem Hamburg-Spiel stand sofort im Mittelpunkt. Die Profis mussten auf einem kleinen Feld energisch den Ball jagen und die Räume eng machen.

„Es geht um das Mindset in solchen Situationen“, erläuterte Blessin die Übung, bei der er ständig Anweisungen gab. Doch dann, nach nur 30 Minuten, der Dämpfer: Spielführer Tim Kleindienst musste nach einem kurzen Gespräch mit dem Coach das Training abbrechen.

Im Anschluss an die Einheit gab Blessin Entwarnung bezüglich seines Spielführers. „Er hat sich von der Muskulatur her unwohl gefühlt. Dann habe ich gesagt, dass wir kein Risiko eingehen und er lieber reingehen soll“, so der 53-Jährige im Gespräch mit „rp-online.de“. Es handele sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme. Für das Derby am Sonntag (15.30 Uhr) hat Kleindienst nun noch fünf Trainingstage Zeit, um wieder einsatzbereit zu sein.

Noch unklarer ist die Lage bei Abwehrmann Ko Itakura. Der japanische Nationalspieler absolvierte im ersten Länderspiel 64 Minuten, fehlte im zweiten wegen einer Blessur am Knöchel, spielte dann wieder 90 Minuten, um im letzten Aufgebot komplett zu fehlen. „Ich glaube, er hatte ein kleines Zipperlein“, vermutet Blessin. Der Abwehrchef wird nach seiner Rückkehr einem gründlichen Check unterzogen.

Die Nationalspieler, die im Laufe der Woche zurückerwartet werden, können sich auf eine besondere Lerneinheit einstellen. Blessin kündigte für die Heimkehrer, zu denen auch Kevin Diks zählt, der mit Indonesien den Asean-Cup gewann, knallharten „Frontalunterricht“ an.

„Mal schauen, wie sehr dann der Kopf qualmt“, so der Coach. Er will ihnen schnellstmöglich die Ideen vermitteln, die in den letzten zehn Tagen mit dem Rest des Kaders erarbeitet wurden.

Das Lazarett der Borussia bleibt aber gut gefüllt: Enzo Leopold (Kreuzbandriss) sowie Jens Castrop (Schulter-OP) stehen definitiv nicht zur Verfügung. Hoffnung gibt es hingegen bei Franck Honorat (Muskelverletzung) und Nicolas Kühn (Muskelbündelriss). Beide zeigten Fortschritte, Kühn trainierte sogar schon wieder mit dem Ball.

Richtig gute Nachrichten lieferte Zento Uno, der wieder voll im Training ist und für Sonntag eine Alternative sein könnte. Am Mittwoch geht es mit zwei Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter. (red)