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„Wahnsinn hier“Historische Werder-Blamage: 0:7-Klatsche im Testspiel

Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser gehen enttäuscht über den Platz.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser haben mit Werder Bremen eine historische Testspiel-Klatsche.

Ein Testkick, der wie ein Albtraum endet. Werder Bremen geht in den Niederlanden mit 0:7 unter und Niclas Füllkrug verliert die Nerven.

Ein Freundschaftsspiel in Enschede wurde für Werder Bremen zum Desaster. Gegen den niederländischen Erstligisten Twente kassierte die Mannschaft eine schallende 0:7-Ohrfeige. Zum Glück für die Bremer fand das ganze Schauspiel ohne Zuschauer statt.

Auf dem Rasen lagen die Nerven blank. Angreifer Niclas Füllkrug (33) schrie nach dem vierten Gegentor seinen Frust raus: „Wahnsinn hier!“ Teamkollege Olivier Deman trat nach dem 0:6 voller Wut gegen das Tor. Und Coach Daniel Thioune? Der verfolgte das Elend an der Außenlinie fassungslos und schüttelte nur den Kopf. Das berichtet „bild.de“.

Sechs Gegentore in einer Halbzeit des Grauens

Dabei reiste Werder eigentlich mit breiter Brust an, nach starken sieben Zählern aus den letzten drei Partien. Die gute Form war aber blitzschnell weg. Bereits nach fünf Minuten leistete sich Keeper Kolke einen Riesenbock, der zu einem Strafstoß führte. Lucas Vennegoor of Hesselink ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:0.

Anschließend ging es rasant weiter. Pjaca machte in der 14. Minute das 2:0 und keine Minute darauf erhöhte Hlynsson auf 3:0. Erneut Pjaca (20.), Rots (40.) und ein unglückliches Eigentor von Regeer (41.) schraubten das Ergebnis zur Pause auf ein unfassbares 0:6. Den Schlusspunkt setzte Adelgaard (70.) mit dem Treffer zum 0:7-Endstand.

Den Bremern fehlten zwar 17 Akteure aufgrund von Blessuren und Länderspieleinsätzen. Trotzdem stand mit Profis wie Füllkrug, Weiser oder Reis eine namhafte Elf auf dem Platz.

Das taktische Experiment von Coach Thioune mit einer Dreier-Abwehr scheiterte jedoch krachend. Der einzige Hoffnungsschimmer: Felix Agu und Niklas Stark, die lange ausgefallen waren, bekamen Einsatzzeit, mussten aber beide vorzeitig vom Feld.

Diese katastrophale Leistung erinnert an die schlimmste Test-Niederlage der Vereinsgeschichte von 1997 (ein 0:8 gegen Atlético Madrid) und lässt die Alarmglocken schrillen. Denn am kommenden Freitag (20.30 Uhr) steht für Werder das schwere Auswärtsspiel beim Liga-Primus Borussia Dortmund an. (red)