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Schon wieder vier FälleFC bekommt Muskel-Problematik nicht in den Griff

Ragnar Ache verletzt sich im Test gegen Viktoria.

Copyright: IMAGO/Eibner

Ragnar Ache zog sich im Test gegen Viktoria Köln eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. 

Der 1. FC Köln muss die kommenden Wochen auf Ragnar Ache verzichten. Der Stürmer zog sich gegen Viktoria eine Muskelverletzung zu. Es ist nicht die erste in dieser noch jungen Saison.

Es ließ nichts Gutes erahnen, als sich Ragnar Ache im Test gegen Viktoria Köln (Samstag, 3. Oktober 2026) kurz vor der Halbzeit mit schmerzverzerrtem Gesicht an den hinteren linken Oberschenkel fasste.

Nach Schlusspfiff folgte dann auch die bittere Bestätigung: Der Angreifer hat sich eine Muskelverletzung zugezogen und wird die nächsten Wochen ausfallen. Schon zum Ende der vergangenen Spielzeit verpasste Ache wegen einer Muskelverletzung von Ende April vier Spiele bis zum Saisonende. Nach der Sommerpause wurde er vom FC behutsam aufgebaut und im ersten Testspiel nicht eingesetzt. Doch jetzt fällt er wieder wochenlang aus.

19 Muskelverletzungen seit Sommer 2025 beim FC

Muskel-Alarm beim FC! Denn Ache ist bereits der vierte Spieler in der noch blutjungen Saison, der dem FC aufgrund einer Muskelverletzung fehlen wird.

Vor dem Stürmer hatte es bereits Sebastian Sebulonsen, Luca Waldschmidt und Alessio Castro-Montes erwischt. Auch Cenny Neumann, der schon bei den Profis trainierte und jetzt in der U21 aktiv ist, hatte sich einen Faserriss in der Wade zugezogen.

Castro-Montes zog sich die Blessur gegen den Hamburger SV zu und soll in dieser Woche zumindest wieder teilintegriert ins Mannschaftstraining einsteigen. Ein Einsatz im Derby gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 11. Oktober, 15.30 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) kommt wohl aber noch zu früh für den Außenverteidiger.

Vier Spieler an den ersten vier Spieltagen. Es ist eine Thematik, die den Klub bereits in der vergangenen Saison beschäftigt hat. Seit Beginn der Spielzeit 2025/26 hat der FC alleine im Profikader insgesamt 19 Muskelverletzungen zu beklagen. Darunter gibt es Spieler wie Sebulonsen, Castro-Montes, Schmied und Thielmann, die es seit Sommer 2025 bereits mehrfach getroffen hat.

Es stellt sich die Frage nach dem „Warum“. Hat es mit der Trainings- und Belastungssteuerung zu tun, die eigentlich datenbasiert und minutiös überwacht wird? Liegt es an der Ernährung oder dem Lebensstil? Oder sind es wie im Fall von Ache die individuellen körperlichen Voraussetzungen? Der Stürmer arbeitet auch abseits des FC intensiv mit Spezialisten an seiner körperlichen Verfassung, trotzdem erwischte es ihn.

Ache hatte in seiner Karriere bereits acht dokumentierte Muskelverletzungen. Augenscheinlich muss der Stürmer mehr für seinen Körper machen als andere, um den Anforderungen des Profifußballs gerecht zu werden.

Auch wenn Ursachen wohl jeweils individuell betrachtet werden, sind es in Summe zu viele Verletzungen. Da ist es auch nicht tröstlich, dass der FC mit der Problematik nicht alleine dasteht.

Denn ausgerechnet der Erzrivale vom Niederrhein hatte im selben Zeitraum sogar noch eine Verletzung mehr zu beklagen. Das hat auch Auswirkungen auf das Derby: Denn erst vor einigen Tagen zogen sich mit Zento Uno und Franck Honorat gleich zwei Gladbach-Profis muskuläre Verletzungen zu und fallen damit beide aus.

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Ich finde das Präsidium schlecht. Der FC hat mehr Strahlkraft in der Führung verdient

Beim FC hofft man, dass bis zum Sonntag alle fit bleiben und alle Nationalspieler gesund zurückkehren. Die Ursachenforschung muss derweil weitergehen, um die Verletzungen zu reduzieren. In der vergangenen Saison fehlte teilweise fast die komplette Innenverteidigung, sodass improvisiert werden musste.

Sportchef Thomas Kessler (40) sagte damals: „Wir haben mit Christian Osebold einen herausragenden leitenden Mitarbeiter in unserer medizinischen Abteilung. Auch die ärztliche Betreuung ist auf einem hohen Niveau. Das soll auch so bleiben. Unabhängig davon muss man Verletzungen immer individuell betrachten. Solche Phasen gibt es im Fußball, auch wenn man sich natürlich wünscht, davon verschont zu bleiben.“