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„Du hast dich damit disqualifiziert“Hamann reagiert entgeistert auf Helmes-Aussage

Zwei TV-Experten komplett uneinig: Nach dem BVB-Spiel gegen Elversberg diskutierten Didi Hamann und Patrick Helmes hitzig.

Bei dieser Szene gingen die Meinungen im Sky-Studio am Samstag komplett auseinander. Dietmar Hamann und Patrick Helmes diskutierten äußerst kontrovers über einen möglichen Platzverweis in Dortmund.

Beim 2:1-Sieg des BVB gegen Aufsteiger SV Elversberg erwischte Daniel Svensson Lukas Pinckert voll am Knöchel (20.). Der Elversberger musste später ausgewechselt werden. Nicht nur sein Trainer Vincent Wagner hätte sich hier einen Platzverweis gewünscht. Auch Helmes legte sich fest: „Das ist klar Rot.“

„Trefferbild“-Diskussion unter Sky-Experten: „Das sagt ein ehemaliger Spieler nicht“

Hamann allerdings hatte eine ganz andere Meinung. „Der Svensson sieht den Pinckert gar nicht“, argumentierte der langjährige Profi: „Er verpasst den Ball um zwei Zentimeter und der will nur den Ball spielen.“

Als Moderator Michael Leopold Hamann auf das „Trefferbild“ hinwies, wollte der Experte das nicht durchgehen lassen und redete sich förmlich in Rage. „Es ist doch nicht das Trefferbild. Wir können doch nicht ... Das ist ein Zusammenkommen. Das sind Sachen, die passieren im Fußball“, echauffierte sich Hamann: „Der will weder den Gegenspieler tackeln, der will weder irgendwas unterbinden, der will den Ball erreichen, um den Ball zu flanken. Und im Durchschwingen kommt genau der andere und dann trifft er ihn halt. Wir können für sowas keine Leute runterstellen, Leo. Das geht nicht.“

Der Moderator bekam aber sofort Unterstützung vom anderen Ex-Nationalspieler im Studio. Helmes wünschte zunächst Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich, der krankheitsbedingt an diesem Samstag aussetzen musste, gute Besserung – und nahm dann die Rolle des Schiedsrichter-Experten ein: „Wir haben ja Gott sei Dank denselben Vornamen ... Noch klarer kann das Trefferbild nicht sein. Noch mehr Dynamik geht in der Aktion gar nicht. Noch mehr Verletzungsrisiko geht auch nicht. Dass er das nicht will, da gebe ich dir recht. Aber das ist ja nicht der Maßstab einer Schiedsrichterentscheidung. Ich wollte auch so vieles nicht“, so der frühere Stürmer.

Auf diese Aussage reagierte Hamann fast schon mit einer gewissen Entgeisterung. „Du hast dich schon mal disqualifiziert, dass du mit dem Wort ‚Trefferbild‘ kommst. Das sagt ein ehemaliger Spieler nicht“, behauptete er.

Das wiederum konnte Helmes nicht so stehenlassen: „Aber Didi, du hast doch auch mal gespielt! Du willst mir doch nicht erzählen, dass du, wenn du der Elversberger gewesen wärst, gesagt hättest: Naja, kann passieren.“

Der betroffene Schiedsrichter Harm Osmers lag in seiner Einschätzung nach dem Spiel genau zwischen den beiden Sky-Experten. Auf dem Platz hatte er das Foul anders wahrgenommen und nicht mal eine Gelbe Karte gezeigt. Die hätte es aber zwingend sein müssen, gab er zu.

„Ich habe die Szene jetzt auch einmal gesehen hier gerade und für mich war es auch nach den Fernsehbildern jetzt so, dass Svensson erstmal nur zum Ball orientiert ist, den Ball natürlich auch haarscharf verpasst und dann Pinckert auch in den Zweikampf reinkommt und dann gibt es halt den unglücklichen Treffer, der natürlich schon ordentlich ist“, erklärte Osmers, gab aber zu: „Am Ende schwingt Svensson so ein bisschen durch. Zieht auch noch ein bisschen zurück, aber es ist sicherlich an der Grenze.“ Rot wäre aus seiner Sicht „im Bereich des Möglichen“ gewesen.

Nach diesem Interview lobte Hamann zunächst die Entscheidung des VAR, nicht einzugreifen. Dann gab er immerhin zu: „Man kann drüber diskutieren.“ Osmers habe die Szene sehr gut erklärt: „Das ist ein Unfall. Das ist ein unglückliches Zusammentreffen. Gelb hätte er wahrscheinlich geben können oder müssen. Aber ihn da runterzustellen für sowas ... Natürlich sagst du, das spielt keine Rolle, ob er das will oder nicht, aber es spielt doch eine Rolle.“

Helmes war aber weiterhin nicht überzeugt. „Das ist Tätowieren, Didi. Das ist ein Tattoo, das er da kriegt. Hat nichts mit dem Ball zu tun. Nix!“, stellte der frühere Profi des 1. FC Köln klar. Moderator Leopold hatte daraufhin ein Einsehen und beendete die Diskussion: „Soll ich abbrechen an der Stelle? Ja. Ich breche ab an dieser Stelle!“