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„Kessler macht gute Sachen, aber …“So bewertet Helmes die Lage beim FC

Patrick Helmes hat vor dem Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen auf das Duell und die Situation beim FC geblickt.

Wenn der 1. FC Köln auf Bayer Leverkusen trifft, guckt Patrick Helmes (42) ganz genau hin. Der ehemalige Nationalspieler stürmte in seiner aktiven Zeit für beide Vereine, wurde nach dem Wechsel aus Köln über den Rhein für viele Fans zu einer regelrechten Hassfigur.

Heute kann Helmes, der später sogar noch mal als Spieler zum FC zurückkehrte, entspannt auf die Rivalität zwischen Köln und Leverkusen blicken. Vor dem Derby am Sonntag (8. November 2026, 15.30 Uhr) sprach der TV-Experte im DAZN-Talk „You'll never talk alone“ über die besondere Paarung und die Lage beim FC.

Helmes: „El Mala wirst du irgendwann nicht halten können“

Der Derby-Charakter macht das Spiel zwar zu einer engen Angelegenheit, auf Augenhöhe befinden sich beide Klubs aber schon lange nicht mehr, legte sich Helmes eindeutig fest: „Sportlich ist Bayer Leverkusen schon seit Jahrzehnten vorbeigezogen.“

In der Partie des 9. Bundesliga-Spieltags könne der FC zum Ausgleich aber auf den gewohnten Stimmungs-Faktor bauen. „Köln ist hauptsächlich Emotion“, so Helmes über die besondere Atmosphäre im Rhein-Energie-Stadion: „Es gibt für mich keinen Verein, bei dem die Verbindung zwischen Zuschauern, Verein und Stadt so close ist.“

Wie schnell die Liebe in Abneigung umschlagen kann, merkte Helmes am eigenen Leib, als er 2008 nach Leverkusen ging. „Was Fakt ist, dass ich diese Rivalität schon ein Stück unterschätzt habe“, sagte er über die Umstände und Nachwehen des damaligen Transfers.

Geht es nach Helmes, kann die Unterstützung des leidenschaftlichen Anhangs auch das eine oder andere sportliche Defizit kaschieren. Für die kontinuierliche Entwicklung unter der Führung von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) stehen schließlich keine unbegrenzten Mittel zur Verfügung.

TV-Auftritt von Patrick Helmes bei DAZN.

Copyright: Screenshot DAZN

Patrick Helmes war im DAZN-Format You'll never talk alone zu Gast.

„Kessie, mit dem ich früher zusammengespielt habe, ist jetzt an der Front. Er macht gute Sachen, aber auch er kann nicht hüpfen wie er möchte, sondern er baut eine Mannschaft zusammen, die die Liga hält“, fasste Helmes die Gegebenheiten für seinen früheren FC-Kollegen zusammen: „Er wird nicht in den nächsten zwei Jahren Europa League spielen.“

Für Ausnahmetalente wie Said El Mala (20) bedeute das in der Konsequenz, dass die Zeit am Geißbockheim begrenzt sei. „Jungs, die einfach ein riesiges Talent haben – das wird bei El Mala genauso sein, wenn der weiter so performt –, wirst du irgendwann nicht halten können.“