Die Szenen gegen Mönchengladbach sind noch in den Köpfen. Chaoten zerstörten eine Scheibe, es kam zu Ausschreitungen und Verletzten im Rhein-Energie-Stadion. Wie ist die Situation vor dem Spiel gegen Bayer?
FC gegen LeverkusenPyro & Scheibe – ein Problem bleibt bestehen

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Schlimme Szenen am 11. Oktober 2026: Beim Derby zwischen Köln und Mönchengladbach kam es im Stadion zu Ausschreitungen.

Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach war am 11. Oktober 2026 die erste große Bewährungsprobe für das neue Sicherheitskonzept in Nordrhein-Westfalen. Fußball-Deutschland war entsetzt, wie dieses Konzept scheiterte. Im Stadion kam es zu Ausschreitungen und Verletzten!
Erst im Sommer hatten die Vereine mit NRW-Innenminister Herbert Reul das Konzept „Stadionallianz NRW“ ausgearbeitet. Ein Kernpunkt: keine massive Polizeipräsenz mehr im Stadion, mehr Verantwortung für die Sicherheitsdienste der Vereine. Gegen Gladbach ging das völlig in die Hose.
Pyrotechnik so klein wie ein Kugelschreiber
Während des Spiels hatten Gladbach-Chaoten die Trennscheibe im Oberrang-Nord mit einem eingeschmuggelten Notfallhammer (wie man ihn aus Straßenbahnen oder Bussen kennt) zertrümmert. Es kam zu Prügelszenen. Zudem wurden Raketen in die gegnerischen Fans geschossen. Es gab mehrere Verletzte unter Fans und Sicherheitskräften. Die Polizei hatte erst nach einigen Minuten eingegriffen.
Mittlerweile hat der FC sein Sicherheitskonzept angepasst. Schon im Heimspiel gegen Schalke funktionierte es gut. Die große Pyro-Sorge bleibt allerdings. Was Fans jetzt vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen (Sonntag, 8. November, 15.30 Uhr, Dazn und Liveticker auf EXPRESS.de) wissen müssen:
Mehr Ordner im Oberrang: Gegen Leverkusen gibt es im Vergleich zu sonstigen Hochrisikospielen eine nochmals erhöhte Zahl an Sicherheitskräften, die die rivalisierenden Fangruppen trennen sollen. Sie werden sich im Bereich der Trennscheiben im Oberrang Nord aufhalten und für Abstand sorgen.
Schnellerer Kontakt zur Polizei: Ordnungsdienst und Polizei haben eine direkte Kommunikationsleitung eingerichtet. So sollen die Beamten schneller vor Ort sein, wenn es Stress gibt. Zudem findet an den sensiblen Orten im Stadion eine permanente Videoüberwachung statt.
Neue Sicherheitsscheibe: Die von Gladbach-Fans zerstörte Trennscheibe wurde schon vor dem Schalke-Spiel ersetzt. Mittelfristig ist aber eine bauliche Nachrüstung mit den Kölner Sportstätten geplant. Die Sektorentrennung soll dann noch sicherer werden. Gegen Leverkusen ist das noch nicht der Fall.
Intensivere Sicherheitskontrollen: Auch an den Einlasstoren sollen mehr Ordner eingesetzt werden, um mögliche Störer und Chaoten im Vorfeld gründlich zu durchsuchen. Ein Hammer soll nicht mehr so einfach ins Stadion geschmuggelt werden können. Zuletzt meldeten sich zahlreiche Fans bei EXPRESS.de und schilderten die aus ihrer Sicht unzulänglichen Einlasskontrollen. Viele waren gar nicht abgetastet oder kontrolliert worden.
Zustände wie am Flughafen wird es vor einem Bundesligaspiel wohl kaum geben. Auch deshalb bleibt die Pyro-Sorge bestehen.
Der FC teilte schon mit: „Das Mitbringen von Gegenständen, die in ihrer Größe zwei zusammengeschraubten Kugelschreibern entsprechen, lässt sich bei zehntausenden Zuschauern, die in einem kurzen Zeitfenster ins Stadion kommen, nicht zu hundert Prozent verhindern.“ Man kann also nur an die Vernunft aller Fans appellieren, dass keine Raketen mehr in gegnerische Fans geschossen werden.
