Im Sommer wohl weg Alternativen für die Haaland-Nachfolge: Wildert der BVB in der Bundesliga?

Erling Haaland jubelt für Borussia Dortmund bei Bayer Leverkusen.

Erling Haaland jubelt am 11. September 2021 für Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen.

Erling Haaland ist einer der begehrtesten Fußballer der Welt, im kommenden Sommer wird er Borussia Dortmund aller Voraussicht nach verlassen. Doch wer könnte ihn ersetzen?

Dortmund. Erling Haaland (21) ist wohl der begehrteste Profi der Bundesliga! Der junge Norweger ist bei Borussia Dortmund voll eingeschlagen, doch im kommenden Sommer droht schon sein Abgang. Die komplette Fußball-Elite jagt den Stürmer, wer könnte ihn ersetzen?

Seit seiner Ankunft im Januar 2020 in Dortmund schoss Haaland in 65 Pflichtspielen unglaubliche 65 Tore (19 Vorlagen). Im kommenden Sommer 2022 ist der Sturm-Bulle so gut wie weg, dann greift eine Ausstiegsklausel zwischen 75 Millionen und 90 Millionen Euro.

Matthias Sammer auf der Suche nach Haaland-Nachfolger

Für einen Stürmer im Kaliber von Haaland eigentlich schon ein Schnäppchen, Tob-Klubs wie Real Madrid oder Paris Saint-Germain scharren schon mit den Hufen.

Um Erling Haaland zu ersetzen, wird der BVB „wieder nach dem Typus Mittelstürmer schauen, den wir für unseren Fußball benötigen“, sagte Matthias Sammer (54, externer Berater des BVB) der „Sport Bild“. Interne Lösungen gibt es nicht: Wunderkind Youssoufa Moukoko (16) ist noch lange nicht so weit, Neuzugang Donyell Malen (22) ein komplett anderer Spielertyp, Regionalliga-Stürmer Steffen Tigges (23), der einige Profi-Einsätze hat, ist auch kein Thema.

Lautaro Martinez ist die teuerste Lösung für Borussia Dortmund

Die „Bild“ bringt vier externe Lösungen ins Spiel, die erste davon ist Lautaro Martinez (24) von Inter Mailand. Der Argentinier galt schon 2018 als Kandidat beim BVB, damals scheiterte der Deal allerdings an der geforderten Ablösesumme. Martinez‘ Marktwert beträgt heute 80 Millionen Euro, sein Vertrag läuft nur noch bis 2023.

Lautaro Martinez jubelt im Auswärtstrikot von Inter Mailand

Lautaro Martinez jubelt am 12. September 2021 für Inter Mailand gegen Sampdoria Genua.

Im kommenden Sommer hätte Inter also die letzte Chance den schnellen Stürmer, der längst nicht so bullig ist wie Haaland, zu Geld zu machen. Für den BVB wäre er mit den Haaland-Millionen auch zu bezahlen.

Andrea Belotti ist im Sommer ablösefrei

Ebenfalls in Italien spielt Andrea Belotti, der 27-Jährige geht für den FC Turin auf Torejagd. Der italienische Nationalspieler traf in 231-Partien für Torino 106 mal. Noch ein großer Pluspunkt bei Belotti: Der Stürmer ist im kommenden Sommer ablösefrei, wäre für den BVB also die günstigste Lösung.

Andrea Belotti jubelt und zeigt mit dem Finger nach oben

Andrea Belotti jubelt am 21. August 2021 für den FC Turin in der Serie A gegen Atalanta Bergamo.

Allerdings: 2014 versuchte sich schon einmal ein italienischer Nationalstürmer vom FC Turin bei Schwarz-Gelb und scheiterte kläglich. Ciro Immobile (31) brachte es in 34 Spielen nur auf zehn Tore, zu wenig für den Lewandowski-Nachfolger, 2015 wurde er verliehen, 2016 war er bereits komplett weg.

Marcus Thuram wollte Borussia Mönchengladbach schon verlasssen

Die Bundesliga-Lösung käme von der anderen Borussia: der aktuell verletzte Marcus Thuram (24) aus Mönchengladbach. Der Franzose liebäugelte im Sommer vor der EM bereits mit einem Wechsel. Nach der Europameisterschaft gab es dann den heißen Flirt mit Inter Mailand, doch der Stürmer verletzte sich Ende August im Bundesliga-Spiel in Leverkusen am Knie – der Deal platzte.

Manuel Neuer hat den Ball vor Marcus Thuram

Marcus Thuram (r.), hier am 13. August 2021 mit Manuel Neuer, wollte Borussia Mönchengladbach schon im vergangenen Sommer verlassen.

Es gibt zwei Pluspunkte für den BVB: Thuram arbeitete in Gladbach mit BVB-Trainer Marco Rose (45) bereits erfolgreich zusammen. Zudem wird der 24-Jährige von Mino Raiola (53) beraten – genauso wie Haaland!

Timo Werner nur noch zweite Wahl beim FC Chelsea

Die deutsche Lösung wäre wohl auch die überraschendste: Timo Werner (25) ist beim FC Chelsea in die zweite Reihe gerutscht. Nach der Verpflichtung von Romelu Lukaku (28) ist der deutsche Nationalspieler nur noch Stürmer Nummer zwei.

Timo Werner in der Premier League im Laufduell

Timo Werner (r.), hier am 14. August 2021, ist beim FC Chelsea durch due Lukaku-Verpflichtung in die zweite Reihe gerutscht.

Zum Tempo-Fußball des BVB würde Werner in jedem Fall passen, doch der Ex-Leipziger müsste für Dortmund gewaltige Abstriche in Sachen Gehalt machen (aktuell rund 20 Millionen Euro pro Jahr). Zudem sollen die BVB-Verantwortlichen nicht vollends von Werner überzeugt sein. (tsc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.