Terzic Trainer auf Abruf Duell mit Sevilla: Für BVB startet Ritt auf der Rasierklinge

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Edin Terzic wird zur neuen Saison durch Marco Rose abgelöst. Das Foto zeigt ihm am 2. Februar mit seinen Spielern bei der Partie im DFB-Pokal in Paderborn.

Dortmund – Die Katze ist aus dem Sack und Marco Rose (44) bald Trainer von Borussia Dortmund. Nach anhaltenden Gerüchten ist seit Montag, 15. Februar, offiziell, dass der Erfolgstrainer von Borussia Mönchengladbach zur neuen Saison den BVB coachen wird. Bis dahin soll Edin Terzic (38) weiter an der Seitenlinie stehen. Eine Aufgabe, an der er bisher schon schwer zu knabbern hatte und die mit der Bekanntgabe der Verpflichtung Roses definitiv nicht einfacher wird. Da passt es Terzic sicherlich nicht, dass seine in der Bundesliga kriselnden Borussen ausgerechnet jetzt im Achtelfinale der Champions League auf ein bärenstarkes Sevilla treffen.

  •  Borussia Dortmund trifft am Dienstagabend, 17. Februar 2021 um 21 Uhr auf den FC Sevilla in der Champions League
  •  Alle Augen sind dabei auf Edin Terzic gerichtet, der im Sommer von Marco Rose abgelöst wird
  • Noch-Trainer Terzic muss dringend die Kehrtwende beim BVB schaffen

Am Samstagabend, 13. Februar, gab es wieder einmal hängende Köpfe im Signal-Iduna-Park zu bestaunen. 90 Minuten mühte sich Borussia Dortmund gegen in dieser Saison schwache Hoffenheimer ab, und kam, schlussendlich glücklich durch Erling Haaland, zu einem 2:2.

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Tabellenplatz sechs, wenig Spielwitz, keine Freude. Sechs Punkte trennen den BVB von einem Champions-League-Platz, den der durch die Coronakrise finanziell angeschlagene Klub dringend erreichen muss. 26 Millionen Euro Verluste musste die Führungsetage um Hans-Joachim Watzke (61) allein im ersten Geschäftsjahr 2020/2021 verzeichnen. Das Verpassen der Champions League wäre fatal.

BVB: Marco Rose im Kopf, Edin Terzic an der Seitenlinie

Auf die sportliche Talfahrt haben Zorc und Co. bereits reagiert: Marco Rose übernimmt zur neuen Saison die Zügel von Edin Terzic, der nun vor dem Duell mit dem FC Sevilla alle Augen auf sich weiß. Dem Deutsch-Kroaten, der den BVB seit zwölf Spielen coacht, würde ein Sieg in Andalusien Genugtuung verschaffen. Doch der Gegner genießt neben dem Heimrecht auch Favoritenstatus.

Die Elf von Trainer Julen Lopetegui (54), die im vergangenen Sommer noch die Europa League in Köln gewann, zeigt in Spaniens La Liga ihre Klasse. Tabellenplatz vier, einen Punkt hinter dem FC Barcelona, zeigt sich Sevilla mit lediglich 13 Gegentoren vor allem defensiv überzeugend.

„Sie haben die jüngsten neun Spiele in Serie gewonnen, sowohl im Pokal als auch in der Meisterschaft. Sie schießen doppelt so viele Tore, wie sie Gegentore kassieren“, zeigt sich Terzic vor der Partie ehrfürchtig. Und genau hier muss der Noch-BVB-Trainer die Wende herbeiführen, um nicht den letzten Funken Autorität zu verlieren.

Ein Sieg im Spiel Eins nach der Rose-Entscheidung hätte eine wichtige Signalwirkung für den gesamten Verein. In der Liga wartet am Wochenende Sorgenkind Schalke 04, die dem BVB in ihrer vermutlichen Abstiegssaison nur allzu gerne noch einmal in die Suppe spucken würden. Geht das Duell verloren, muss sich Terzic als Trainer auf Abruf eventuell noch eher von der Seitenlinie der Profis verabschieden.

Keine Frage, es ist ein Ritt auf der Rasierklinge für den BVB. Wer sich den Posten als Übergangstrainer vom Übergangstrainer antun würde, ist nämlich mehr als fraglich. Deshalb zählt für den BVB in Sevilla nur eins: Ein Sieg in Andalusien. (jpg)

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