Bierhoff-NachfolgeDFB gibt Entscheidung zu Rudi Völler bekannt

Rudi Völler wird beim DFL-Neujahrsempfang mit dem DFL-Ehrenpreis ausgezeichnet. Beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) werden traditionell die Herausforderungen für den Profifußball in den kommenden Monaten angesprochen. +++ dpa-Bildfunk +++

Rudi Völler, hier am 17. Januar 2023, wird Nachfolger von Oliver Bierhoff beim DFB.

Jetzt gibt es endlich Gewissheit: Rudi Völler übernimmt die Nachfolge von Oliver Bierhoff und wird neuer DFB-Sportchef.

Was sich in den vergangenen Tagen bereits abzeichnete, ist jetzt endlich Gewissheit: Rudi Völler (62) übernimmt die Nachfolge von Oliver Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Das gab der DFB am Donnerstagabend (19. Januar 2023) bekannt.

Für Völler ist es eine Rückkehr zum DFB. Der gebürtige Hanauer war bereits von 2000 bis 2004 Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Jetzt also der Posten als DFB-Sportchef.

Rudi Völler tritt sein Amt am 1. Februar an

Völler wird sein Amt offiziell am 1. Februar antreten, der DFB folgte der Empfehlung seines externen Expertenrats, der diese wie erwartet nach seiner Sitzung am Donnerstag aussprach.

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Der 62 Jahre alte Völler wird damit in einem Teilbereich zum Nachfolger von Ex-Geschäftsführer Oliver Bierhoff, von dem sich der DFB nach dem erneuten Vorrundenaus der Nationalelf bei der zurückliegenden WM-Endrunde in Katar getrennt hatte.

„Nach vielen tollen Jahren bei Bayer 04 Leverkusen kehre ich dorthin zurück, wo ich schon als Teamchef wunderbare Zeiten erleben durfte. Meine neue Aufgabe bei der Nationalmannschaft gehe ich deshalb mit Dankbarkeit, Leidenschaft und großer Motivation an“, sagte Völler.

Bernd Neuendorf: „Rudi Völler ist einer der Größten im deutschen Fußball“

„Mit Rudi Völler haben wir gemeinsam die optimale Besetzung für die nächsten 20 Monate gefunden“, so DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Rudi Völler ist einer der Größten im deutschen Fußball. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und blicke optimistisch auf die Euro 2024.“

Die Aufgabe des früheren Torjägers und Publikumslieblings soll in erster Linie sein, in den rund 500 Tagen bis zur Heim-EM 2024 eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Völler soll die Entfremdung zwischen Fans und Nationalelf überwinden, für die Bierhoff verantwortlich gemacht wird. Zudem soll er als Gesicht der DFB-Auswahl die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit den angeschlagenen Bundestrainer Hansi Flick sowie die heftig kritisierten Profis aus der Schusslinie nehmen.

Rudi Völler war jahrelang bei Bayern Leverkusen

Wer die restlichen administrativen Aufgaben Bierhoffs inklusive Akademie-Management, Trainerausbildung, und Nachwuchsförderung übernehmen soll, ist noch offen. Den genauen Zuschnitt dieses Arbeitsfeldes erarbeitet derzeit ein internes DFB-Gremium mit Generalsekretärin Heike Ullrich an der Spitze.

Nach seiner aktiven Karriere mit 671 Klub-Pflichtspielen (315 Tore, 37 Vorlagen) und 90 Länderspiel-Einsätzen (47 Tore), startete Völler seine Funktionärs-Karriere als sportlicher Leiter bei Bayer Leverkusen.

Während seiner Anfangszeit als Bundestrainer half er im Herbst 2000 sieben Spiele als Interimstrainer unterm Bayer-Kreuz aus. 2004 wurde er nach nur fünf Spielen als Cheftrainer bei AS Rom gefeuert.

Zwischen 2005 und 2022 war er dann in verschiedensten Positionen in Leverkusen tätig, zuletzt war er Geschäftsführer Sport. Mittlerweile ist er noch Klubrepräsentant und Mitglied des Gesellschafter-Ausschusses. (tsc/sid)