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Nach drei Monaten ZwangspauseBayer-Juwel Eichhorn ist zurück in Leverkusen

Kennet Eichhorn beim Training

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Konnte nach monatelanger Pause wieder ins Training in Leverkusen einsteigen: Kennet Eichhorn

Endlich schwitzt er wieder auf dem Rasen! Bayer-Talent Kennet Eichhorn hat sein gesundheitliches Drama überwunden.

Großes Aufatmen rund ums Bayer-Kreuz! Kennet Eichhorn (17) hat sich zurückgemeldet. Ein Vierteljahr lang fiel der hochveranlagte Mittelfeldmann aus, weil ihm Probleme mit dem Stoffwechsel zu schaffen machten.

Seit diesem Montag (2. November) befindet sich der Teenager jedoch erneut im Rheinland und ackert bei der Werkself wieder auf dem grünen Rasen. Aktuell absolviert der deutsche Nachwuchs-Nationalkicker seine Einheiten noch im Alleingang.

Rolfes bremst die große Euphorie

Sollte alles komplett reibungslos funktionieren, rückt ab der nächsten Woche womöglich schon die behutsame Heranführung an den Profikader in greifbare Nähe. Das berichtet „bild.de“.

Erst im vergangenen Sommer hatten die Rheinländer den Youngster für stolze neun Millionen Euro aus Berlin von Hertha BSC losgeeist. Große Erleichterung herrscht bei Simon Rolfes (44). „Wir freuen uns sehr, dass Kennet wieder hier ist und individuell auf dem Platz arbeiten kann“, erklärt der Sport-Boss der Leverkusener.

Auf ein genaues Datum für das volle Comeback lässt er sich allerdings keinesfalls festnageln: „Wir werden seinen Aufbau Schritt für Schritt unterstützen und intensiv begleiten. Ein konkretes Zeitfenster für eine Rückkehr ins Mannschaftstraining gibt es zurzeit nicht.“

Seinen Ursprung nahm die Leidenszeit bereits im Juli. Damals schwächte ein heftiger Magen-Darm-Infekt den Youngster enorm, wodurch er satte fünf Kilogramm verlor. Selbst maßgeschneiderte Vorgaben für das Essen und die Fitness brachten die verlorenen Pfunde einfach nicht mehr auf die Waage zurück.

Dann folgte die bittere Erkenntnis der Ärzte: Es handelte sich um ein Stoffwechsel-Leiden. Für die Nachwuchshoffnung bedeutete dies zu Beginn des Augusts das abrupte Stoppschild samt einem unvermeidbaren Aufenthalt in einer Klinik.

Dieser Klinikaufenthalt zeigte allerdings rasch den gewünschten Erfolg. Das geschwächte Ausnahmetalent sammelte frische Energie, legte körperlich wieder ordentlich zu und erholte sich zusehends. Zuletzt schuftete der Siebzehnjährige bereits gemeinsam mit einem eigenen Fitnesscoach intensiv für das herbeigesehnte Wiedersehen im Rheinland – natürlich stets eng abgesprochen mit den Verantwortlichen des Werksklubs.

Durch diese fleißige Vorarbeit könnte die Eingliederung in den regulären Übungsbetrieb des Teams nun deutlich rascher gelingen. Jeglicher Zeitdruck wird dabei komplett von ihm ferngehalten. Während der laufenden Tage checken die Mediziner des Vereins sämtliche körperlichen Daten extrem gründlich.

Bleibt bei diesen Kontrollen alles im grünen Bereich, schraubt man das Pensum behutsam nach oben. Über sämtliche weiteren Maßnahmen entscheiden die Klub-Verantwortlichen anschließend gemeinsam mit dem Jugendlichen sowie seiner Familie.

Fest steht jedenfalls: Das Comeback auf dem Übungsgelände gelingt dem Kicker wesentlich zeitiger, als man zunächst befürchtet hatte. Ungeachtet dessen kalkulieren die Bosse bis zum Ende des Kalenderjahres komplett ohne Einsätze des Youngsters – das gilt für die Bundesliga genauso wie für den DFB-Pokal oder die Partien der Europa League. Auf diese Weise möchte man falsche Hoffnungen im Umfeld direkt im Keim ersticken. (red)