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FC-KommentarKaputt analysiert! Für Köln bleibt es brandgefährlich

Trainer René Wagner und Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach dem 1:1 bei Union Berlin.

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Trainer René Wagner und Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach dem 1:1 bei Union Berlin. Der FC hat in den ersten Spielen zahlreiche Punkte liegen gelassen.

Der 1. FC Köln hat den Schwung aus der rauschenden Pokalnacht gegen Union Berlin nicht mitnehmen können. Die Situation in der Liga bleibt so brandgefährlich. Ein Kommentar:

Die Hoffnung war groß nach dem 5:0-Pokalsieg über Union Berlin, doch viele Fans trauten dem Braten auch nicht. Sie sollten leider Recht behalten.

Der 1. FC Köln konnte den Schwung aus der rauschenden Pokalnacht nicht mit in die Bundesliga nehmen. Während am Dienstag Union noch mutig und aggressiv abgefertigt wurde, gab es wenige Tage darauf am Sonntag (1. November 2026) im Stadion An der Alten Försterei wieder gruseligen Angsthasen-Fußball. Das Ergebnis: nur ein Punkt beim 1:1 gegen einen Klub, der zuvor auf dem 17. Platz der Tabelle stand.

Schwung nicht mitgenommen: 1. FC Köln gegen harmlose Gegner oft überfordert

Wie es geht, hat Eintracht Frankfurt vorgemacht: Unter der Woche gab es ein 3:1 im Pokal beim Hamburger SV. In der Bundesliga schossen die Eintracht-Profis den HSV am Sonntag erneut mit 3:1 ab. Beim FC blieb die Gala derweil nur ein Strohfeuer.

Kölns Trainer René Wagner (38) hatte gleich betont, dass es in der Liga bei Union ein völlig anderes Spiel werden würde. Anstatt die Euphorie und die Emotionen mitzunehmen, hat er das FC-Spiel kaputt analysiert!

Die beim Pokalsieg nach vorn agilen Mikey Moore und Alessio Castro-Montes nahm er aus der Startformation. Rein kamen Isak Johannesson, der ein schwaches Spiel ablieferte (EXPRESS.de-Note 5,5), und Sebastian Sebulonsen, der offensiv gar nicht in Erscheinung trat (EXPRESS.de-Note 4,5). Anstatt Union gleich nach dem Anpfiff mit Wucht zu befeuern, gab es Kölner Angsthasenfußball zu sehen.

Selbst in der Pause korrigierte Wagner nichts – erst nach einer Stunde brachte er Moore und Castro-Montes. Dass es einen Mittelstürmer im Zentrum benötigt, den man gegen eine tiefstehende Defensive mit Flanken füttern kann, bemerkte das FC-Trainerteam dann auch nach gut 70 Minuten. Warum nicht früher? Mit der Einwechslung von Malek El Mala bekam das FC-Spiel gleich eine andere Statik und eine andere Wucht.

So gab es am Ende nur ein 1:1 gegen schwache Berliner, die man durchaus mal überrollen kann. In der Bundesliga bleibt es so brandgefährlich. Der FC hat nach acht Spielen mickrige neun Pünktchen auf dem Konto. Wer jetzt sagt, dass man in der Tabelle auf Platz 13 gut dastehen würde, der soll mal kurz den Blick in den Rückspiegel nutzen und dann schnell wieder nach vorn schauen. Erschreckend wird beides!

Der FC hatte ein einfaches Startprogramm und traf auf machbare Aufgaben mit teils deutlich angeschlagenen Gegnern. Gegen Bremen (1:1), Hamburg (1:2), Frankfurt (0:1), Schalke (0:0) und Union Berlin (1:1) konnte aber nicht gewonnen werden. Doch im Kampf um den Klassenerhalt sind genau das die Gegner, gegen die gewonnen werden muss. Statt möglicher 15 Punkte gab es aus diesen Spielen nur drei mehr als bescheidene Zähler!

Bis zum Ende der Hinrunde geht es bis auf Paderborn nur noch gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion: Leverkusen, FC Bayern, Elversberg, Augsburg, Leipzig, Mainz, Freiburg und Dortmund.

Vielen Fans wird da angst und bange. Optimisten hoffen, dass der FC gegen spielbestimmende Mannschaften seine Stärken besser entfalten kann. Fakt ist: Es bleibt brandgefährlich für die Kölner im Kampf um den Klassenerhalt. Und das hätte man sich mit besseren Ergebnissen in den vergangenen Spielen ersparen können.