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Sorgen um Bayern-TorwartUrbig musste sich beim Torjubel die Ohren zuhalten

Sorgen um Jonas Urbig: Vor dem Atlético-Duell bangen die Münchner plötzlich um beide Schlussmänner!

Bittere Stunden für den Rekordmeister! Das 2:2-Unentschieden im Duell mit Borussia Dortmund hat dem Verein aus München ohnehin schon herbe Rückschläge im Angriff beschert.

Während Serge Gnabry (31) mit einer Oberschenkelverletzung ausfällt, muss Ismael Saibari (25) mit einem Syndesmoseriss lange pausieren. Michael Olise (24) klagte über Schmerzen im rechten Kniegelenk. Obendrein herrscht aber auch Alarm im Kasten.

Ulreich musste schon zum Warmmachen

Eine gereizte Sehne im Fußbereich zwang Stammkraft Manuel Neuer (40) dazu, beim großen Gipfeltreffen im deutschen Oberhaus am Samstagabend zu passen. Seinen Posten übernahm Vertreter Jonas Urbig (23), der jedoch selbst böse abgeräumt wurde. Als die Westfalen in Spielminute 34 einen wegen Abseits wieder aberkannten vermeintlichen Treffer erzielten, rammte Dortmunds Carney Chukwuemeka (23) dem jungen Schlussmann unglücklich beide Knie direkt an den Schädel.

Urbig musste behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Dass er auch nach der Behandlungspause noch Probleme hatte, wurde schnell überdeutlich sichtbar. Als das Heimstadion wegen der 1:0-Führung durch Konrad Laimer (29) komplett tobte, presste der angeschlagene Fänger seine Hände fest auf die Ohren. Offensichtlich schmerzte der Kopf bei diesem extremen Geräuschpegel gewaltig. Das berichtet „bild.de“. Parallel dazu beorderte die Bank Routinier Sven Ulreich (38) sofort zum Aufwärmen an die Seitenlinie.

Ein weiterer heikler Umstand: Direkt nach dem heftigen Kopf-Crash fehlte jegliche Spur vom Mannschaftsarzt der Hausherren. In den Umkleideräumen versorgte Prof. Dr. Peter Ueblacker zu jenem Zeitpunkt nämlich gerade Gnabry und Saibari. Der Mediziner kehrte erst zurück, nachdem die Erstversorgung des Torhüters bereits abgeschlossen war, und bezog unverzüglich hinter dem Gehäuse Stellung.

Fast bis zum Pausenpfiff kontrollierte der Arzt von dieser Position aus genau die Verfassung und sämtliche Abläufe des ehemaligen Kölners. Erst in dem Moment, als Reservist Ulreich seine Aufwärmübungen beenden durfte, begab sich auch Ueblacker wieder zur Trainerbank.

Unmittelbar nach Spielende hinterließ Urbig im Innenbereich des Stadions noch einen leicht angeschlagenen und wackeligen Eindruck. Ein wesentlich fitteres Bild bot sich jedoch etwa fünfzig Minuten darauf, als der Nachwuchsmann den Kabinentrakt verließ. Sogar zu einem lockeren Spruch war der Torwart wieder aufgelegt: „Alles okay, aber halt zwei Knie ins Gesicht bekommen ...“

Dennoch wird dieser heftige Zusammenstoß von den Verantwortlichen in München keinesfalls verharmlost. Urbig steht weiter unter Beobachtung. Bei Anzeichen einer Gehirnerschütterung könnte er am Dienstag im Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid ausfallen. Auch Neuer ist für dieses Spiel fraglich. Nicht ausgeschlossen also, dass Routinier Ulreich in seinem wohl letzten Karriere-Jahr nochmal ein Spiel in der Königsklasse absolviert.  (red)