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Vier Offensiv-Stars kaputtBayern-Lazarett explodiert – wird im Winter nachgeholfen?

Bittere Ausfälle von Saibari und Gnabry: Schlägt der Rekordmeister auf dem Transfermarkt zu?

Bitterer Rückschlag für den FC Bayern! Nach dem 2:2-Remis im Liga-Gipfel gegen Borussia Dortmund folgte am Sonntag doppeltes Verletzungspech an der Säbener Straße.

Besonders hart erwischte es den für 50 Millionen geholten Ismael Saibari (25). Am rechten Knöchel riss bei ihm das Syndesmoseband. Laut Informationen der „Bild“ muss der Profi nun für mindestens drei Monate pausieren.

Pralles Festgeldkonto – doch der Klub spart?

Auch Serge Gnabry (31) bleibt vom Pech verfolgt. Nachdem das WM-Turnier im Sommer bereits ohne ihn stattfand, zwingt ihn nun ein Muskelproblem auf der linken Oberschenkel-Rückseite abermals zu einer Pause von einem bis anderthalb Monaten. Das erschreckende Fazit: Gleich vier Offensiv-Stars stehen dem deutschen Branchenprimus derzeit nicht zur Verfügung! Werden die Klub-Verantwortlichen angesichts dieser Misere während der Winter-Transferperiode doch noch mal aktiv?

Bereits nach 29 Minuten war die Partie gegen den BVB für den angeschlagenen Saibari beendet. Unmittelbar im Anschluss an die Partie musste der Neuzugang operiert werden. Nur 120 Sekunden nach Saibari erwischte es auch Gnabry: Wegen seiner muskulären Blessur im linken Bein musste der 31-Jährige ebenfalls den Rasen verlassen.

Zu den beiden gesellen sich zudem Jamal Musiala (23) sowie Luis Díaz (29), womit insgesamt vier Offensivkräfte passen müssen. Während ein Muskelbündelriss die linke Oberschenkelmuskulatur von Díaz lahmlegt, laboriert Musiala rechtsseitig an einem Muskelfaserriss. Letzterer konnte am Dienstag (27. Oktober) auf dem Münchner Vereinsgelände wenigstens schon wieder individuelles Aufbautraining bestreiten. Wenn am Dienstagabend (21 Uhr/live bei Amazon Prime Video) das wichtige Königsklassen-Duell bei Atlético Madrid ansteht, fällt das Quartett komplett aus. Obendrein bangt man um Ausnahmekönner Michael Olise (24), dem das rechte Kniegelenk Sorgen bereitet. Derart ausgedünnt präsentierte sich die Münchner Angriffsreihe schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Ein Blick zurück in die Sommermonate zeigt: Die Vereinsführung entschied sich seinerzeit dagegen, hohe Summen in einen hochpreisigen Konkurrenten für Díaz zu stecken. Stattdessen schickten Sportdirektor Christoph Freund (49) sowie Sportvorstand Max Eberl (53) das 20-jährige Talent Arijon Ibrahimović auf Leihbasis nach Augsburg. Ausschlaggebend für den Wechsel des möglichen Backups waren dessen unbeständige Auftritte während der Sommervorbereitung.

Werden die Verantwortlichen in der kalten Jahreszeit nun doch noch nachlegen müssen? Finanzielle Engpässe gäbe es laut Bericht definitiv keine! Einerseits spülte die Veräußerung von fünf Prozent der Profi-AG-Anteile ordentlich Kapital in die Kassen, andererseits brachte die Kooperation mit Max Viessmanns (37) Familien-Holding „Viessmann Generations Group“ stolze 250 Millionen ein. Demnächst dürften die Münchner Finanzreserven historische Höchststände erreichen.

Dennoch deutet laut Berichten alles in eine eindeutige Richtung: Während der Januar-Periode verzichtet der FC Bayern auf Einkäufe! Als der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen (59) am Samstagabend auf mögliche Winter-Verstärkungen angesprochen wurde, fiel seine Reaktion deutlich aus: „Nein, ich glaube nicht.“ Nach dem Abpfiff gegen die Schwarz-Gelben fügte Eberl hinzu: „Wir wissen noch gar nicht, was rauskommt bei den Untersuchungen. Lucho (Díaz; Anm. d. Red.) kommt zurück, Jamal kommt zurück. Es ist jetzt nicht so, dass fünf Mann ein halbes Jahr ausfallen.“

Der Hintergrund dieser Haltung ist simpel. Vereinsintern rechnet man fest damit, dass Gnabry, Musiala sowie Díaz pünktlich zum Start nach der Winterpause gegen Mönchengladbach (8. bis 10. Januar) wieder auf dem Platz stehen – lediglich der flexibel einsetzbare Saibari braucht länger. Aus diesem Grund verspürt die Chefetage momentan keinen akuten Kaufdruck. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Geschäfte im Januar meist äußerst kompliziert gestalten. Hochkaräter sind mitten in der Spielzeit kaum auf dem Markt verfügbar oder kosten absurde Mondpreise. Ein weiterer Aspekt bremst die Kauflust ebenfalls: Wie „Bild“ weiter berichtet, arbeitet die Führungsetage hinter den Kulissen bereits an wenigstens einem kostspieligen Offensiv-Kracher für das Sommerfenster 2027. Für dieses Vorhaben wollen die Entscheider das vorhandene Budget zusammenhalten.

Viel mehr zerbrechen sich die Verantwortlichen aktuell darüber den Kopf, wie das Fehlen von Saibari, Gnabry, Musiala und Díaz über die anstehenden Spieltage hinweg kompensiert werden soll. Weil Chefcoach Vincent Kompany mit einer gereizten Hirnhaut ausfällt, trägt derzeit Interimslösung Aaron Danks (43) die Verantwortung. Der 43-Jährige ist gezwungen, den gelernten Linksverteidiger Alphonso Davies (25) fest als linken Außenstürmer einzusetzen.

Für die Spielmacher-Zentrale stehen Danks momentan lediglich drei Alternativen zur Verfügung: Neben dem 18-jährigen Lennart Karl sind das Tom Bischof (21), eigentlich im defensiven Mittelfeld zu Hause, sowie Linksverteidiger Nathaniel Brown (23). Speziell für Nachwuchsmann Karl bietet die Verletzungsmisere nun die große Chance, sich nachhaltig bei den Profis festzuspielen. (red)