Der 1. FC Köln hat am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga eine 1:4-Pleite gegen Stuttgart einstecken müssen. Es gab aber auch einen Lichtblick: Das Debüt eines Neuzugangs macht Hoffnung auf mehr.
Bald mit El MalaFC staunt über Debütant: „Hat das Spiel verändert“

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Mikey Moore gab gegen den VfB Stuttgart sein Debüt für den 1. FC Köln.
An diesem Jungen wird der 1. FC Köln noch viel Freude haben. Mikey Moore hat gleich bei seinem ersten Einsatz gegen den VfB Stuttgart gezeigt, warum der FC wochenlang am englischen Super-Talent gegraben hat.
Der 19-Jährige war nach der Pause erst wenige Sekunden auf dem Platz, da hatte er bereits die gefährlichste Kölner Szene des gesamten Spiels. Nach einer Minute strahlte er also mehr Torgefahr aus als Ragnar Ache, Jan Thielmann und Linton Maina in den gesamten 45 Minuten.
Moore hatte erstes Bundesliga-Tor auf dem Fuß
Und es blieb nicht bei dem Super-Solo zu Beginn. In der 56. Minute stand der Engländer bei seinem Debüt dicht vor seinem ersten Bundesliga-Tor. Bei seinem freien Abschluss aus halbrechter Position zielte er allerdings zu zentral auf Keeper Fabian Bredlow.
Doch trotz der vergebenen Chance war mit Moore plötzlich eine ganz andere Offensiv-Qualität auf dem Platz. „Wir wissen alle, dass er eine brutale Qualität hat. Als er in der Halbzeit reingekommen ist, hat er das Spiel auch gewissermaßen verändert. Er will immer den Ball haben, er ist immer aktiv, hat Lösungen nach vorn“, schwärmt René Wagner vom Neuzugang.
Der Trainer ergänzte nach der 1:4-Niederlage: „Und wenn er sich heute schon belohnt hätte, würden wir nach dem 1:1 vielleicht ein bisschen anders hier stehen, aber es sollte nicht sein.“
Die eigene Chance konnte er zwar nicht nutzen, dafür bereitete er Kölns Ehrentreffer, der offiziell als Eigentor gewertet wird, mustergültig vor. Nach Moores Hereingabe bugsierte Stuttgarts Hendriks den Ball über die eigene Linie.
Eure Noten für die FC-Profis in Stuttgart
Bewertet hier die Leistungen der Kölner Spieler im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.
Marvin Schwäbe
Erster Auftritt, erster Assist – auch wenn der nicht offiziell von der DFL anerkannt wird. „Wir hatten gute 20 Minuten nach der Pause, da hätten wir treffen können. Ich hatte auch meine Chancen. Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich nehme die positiven Dinge für nächste Woche mit“, sagt der Youngster.
„Das ist ein brutaler Qualitätsspieler. Der hat mit Premier League begonnen, hat eine super Vorbereitung gespielt. Wir sind froh, dass er da ist. Wir hätten natürlich gern, dass er ein bisschen eher da gewesen wäre, aber jetzt ist er bei uns, hat heute eine super Halbzeit gespielt“, sagt Wagner.
Stellt sich nur die Frage, warum Moore dann nicht von Anfang an ran durfte. Mit einer gesamten Trainingswoche dürfte sich das im kommenden Spiel bei Werder Bremen sicher ändern. Dann hoffen die Fans auf die Flügelzange El Mala/Moore, die der Liga das Fürchten lehren soll.
Diese Hoffnung hat auch Kapitän Marvin Schwäbe. Er sagt: „Man hat gesehen, was er für Qualitäten hat. Wenn wir die bei ihm immer auf den Platz kriegen, er sich gut eingewöhnt und das abrufen kann, dann ist es natürlich ein Spieler für uns, der eine enorme Klasse hat und die wir dann auch absolut brauchen werden.“
