Er musste beim 1. FC Köln in den vergangenen Wochen alleine schuften. Nun ist Imad Rondic zurück im Teamtraining und René Wagner kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
„Nie so einen Spieler gesehen“Rondic verblüfft beim FC – so geht es weiter

Copyright: IMAGO/Jan Huebner
Imad Rondic musste bislang in der Vorbereitung alleine trainieren, nun ist er zurück im Mannschaftstraining beim 1. FC Köln.
Es war den Sommer über ein trauriges Bild. Während seine Teamkollegen zusammen schwitzten und arbeiteten, bekam Imad Rondic Individualtraining.
Eine harte Maßnahme, auch wenn der Bosnier sportlich natürlich nie die Erwartungen erfüllen konnte. Die Degradierung hat nun ein Ende gefunden, der Angreifer darf ab sofort wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.
Jubel und Applaus für Rondic in der FC-Kabine
Fleiß wird belohnt. „Ich habe als Trainer noch nie einen Spieler gesehen, der sich nach so einem Rückschlag so den Arsch aufgerissen hat“, sagt René Wagner über Rondic.
Der stets gut gelaunte Stürmer habe sich trotz seiner aussichtslosen Situation und der unbefriedigenden Trainingssituation nie hängen lassen. Das hat den Verantwortlichen imponiert. „Er ist ein Spieler, der unsere Kultur vorlebt. Er ist der Typ Mensch, den wir wollen. Wer sich so astrein verhält, hat es sich verdient, bei uns im Mannschaftstraining zu sein“, sagt Wagner.
Das freut nicht nur den Trainer, sondern auch die Mitspieler. Denn obwohl Rondic sportlich eher keine Rolle spielt, ist er in der Kabine doch beliebt. „Wir haben ihn wie einen Neuzugang vorgestellt. Er hat so viel Applaus und Jubel in der Kabine bekommen, weil er ein super Typ ist“, sagt Wagner.
Heißt: Wenn Rondic weiter fleißig trainiert, wird er bald wieder im FC-Trikot zu sehen sein? Eher nicht, wobei Wagner betont: „Es gibt die verrücktesten Geschichten im Fußball.“
2. Bundesliga-Spieltag: Wie spielt der 1. FC Köln beim VfB Stuttgart?
Der FC ist mit einem Sieg in die Saison gestartet. Wie geht es für die Geißböcke nach dem 3:2 gegen Hoffenheim beim VfB Stuttgart weiter?
Das klare Ziel bleibt aber weiter, einen neuen Klub für ihn zu finden. „Es gibt aber noch Fenster, die offen sind. Wir müssen gucken, ob für ihn noch etwas dabei ist“, sagt Wagner, der bis dahin aber weiter von der positiven Energie des Bosniers profitieren will.
Der Transfermarkt in Österreich ist noch bis Donnerstagabend offen, in der Türkei bis Samstag, in der Schweiz (8.) und Polen (9.) bis nächste Woche und in Griechenland und Portugal sogar bis übernächste (15. September).
Vor allem in Polen könnte nochmal eine Tür aufgehen. Auch wenn die letzte Leihe zu Rakow Czestochowa nicht sonderlich erfolgreich lief, hat Rondic aufgrund seiner Zeit bei Widzew Lodz immer noch einen guten Ruf in der Ekstraklasa.
