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„Kein Frauenfußball“Sponsor überrascht mit Statement zum EM-Beginn – ARD reagiert „frech“

Screenshot des TV-Bildes der ARD beim Eröffnungsspiel der EM 2022 zwischen England und Österreich. Rund um das Spiel wurde der offizielle Titel der Frauen-Europameisterschaft diskutiert.

Anstoß bei der EM 2022: Auf den Werbebanden im Old Trafford ist beim Spiel zwischen England und Österreich am 6. Juli 2022 eine klare Botschaft zu lesen.

Klare Kante zum Start der EM 2022. Rund um das Thema „Frauenfußball“ setzte EM-Sponsor VW ein Zeichen, die ARD reagierte nach eigener Einschätzung „frech“ auf den Vorstoß.

Startschuss für die EM 2022! Mit dem Eröffnungsspiel zwischen England und Österreich (1:0) hat am Mittwoch (6. Juli 2022) die „Frauen-Europameisterschaft“ begonnen.

Allerdings: Über den offiziellen Namen wurde schon vor Turnierbeginn und speziell am Tag der Auftakt-Begegnung diskutiert. Auch die ARD, die das Duell der Gastgeberinnen gegen Österreich live überträgt, bezog in der Debatte Stellung und hatte eine kleine Überraschung parat.

Kampagne gegen offiziellen Titel für Frauen-EM 2022

Offiziell führt die UEFA das Turnier als „Women’s Euro“, also als „Frauen-Europameisterschaft“. Zuletzt hatte es aber immer wieder Forderungen gegeben, den Zusatz „Frauen“ einfach zu streichen. Schließlich fand im vergangenen Jahr auch nicht die „Männer-Europameisterschaft“ statt, sondern im UEFA-Sprech schlichtweg die „Euro“.

Alles zum Thema Fußball-Frauen

Pünktlich zum EM-Beginn brachte EM-Sponsor VW das Thema dann auch einer breiten Öffentlichkeit nahe und positionierte sich mit dem Claim „Frauen spielen Fußball – kein Frauenfußball“.

„Mit unserer Kampagne wollen wir aufrütteln, das Bewusstsein schärfen und die Menschen dazu ermutigen, den Gebrauch ihrer Sprache zu hinterfragen“, erklärte VW die Idee hinter der Aktion, die auch in den sozialen Netzwerken unter dem Titel „Kein Frauenfußball“ platziert wurde.Hier sehen Sie den englischen Trailer zur Kampagne:

Beim Anpfiff flackerte der Hashtag „NotWomensFootball“ dann auch über die LED-Banden im Old Trafford in Manchester, wo das Eröffnungsspiel vor beeindruckender Kulisse stattfand.

ARD reagiert auf Vorstoß vor EM 2022

Vom Vorstoß ließ sich auch die ARD inspirieren, die bei der Programm-Anzeige neben ihrem Sender-Logo den Zusatz „Women’s“ kurzerhand gestrichen hatte und nur von der „UEFA Euro 2022“ schrieb. Auf eine Absprache mit der Europäischen Fußball-Union, die für gewöhnlich größten Wert auf Uniformität legt, hatte der Sender dabei in überraschender Flexibilität verzichtet, wie Moderator Claus Lufen (55) verriet.

„Wir gehen so ein bisschen vorneweg“, sagte Lufen mit Blick auf den leicht, aber entscheidend veränderten Schriftzug: „Das haben wir einfach mal gemacht ohne große Erlaubnis, ein bisschen frech waren wir da.“

Ex-Nationalspielerin und Weltfußballerin Nadine Keßler (34), inzwischen als „Abteilungsleiterin Frauenfußball“ bei der UEFA angestellt, wurde anschließend per Live-Schalte mit der Frage konfrontiert und signalisierte Gesprächsbereitschaft: „Es gibt die Differenzierung, die ist historisch gewachsen. Die muss nicht richtig sein, ich glaube, die ist auch nicht richtig. Etwas, was wir alle zusammen in der Zukunft mal klar besprechen müssen.“

ARD-Expertin Nia Künzer (42) begrüßte die Aktion und sprach vor dem Spiel von einem weiteren „Puzzleteil der Gleichbehandlung. Die Wirkung der Sprache ist im Moment sehr aktuell. In meinem Umfeld, privat, bei meinen Kindern, gibt es eigentlich nur noch Fußball, egal wer es spielt“. Ob der Sponsoren-Impuls kurz vor EM-Beginn tatsächlich einen weiteren Stein ins Rollen bringt, dürfte sich allerspätestens bei der kommenden Euro 2025 zeigen. (bc)