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Gelungene Wagner-PremiereNach 0:2: FC kämpft sich in Frankfurt stark zurück

René Wagner gibt Anweisungen an der Seitenlinie.

Copyright: Uwe Anspach/dpa

René Wagner und der 1. FC Köln erkämpften sich in Frankfurt ein 2:2.

Aktualisiert:

René Wagner hat ein gelungenes Debüt als Trainer des 1. FC Köln gefeiert. Bei Eintracht Frankfurt erkämpfte sich seine Mannschaft nach 0:2-Rückstand noch ein Remis.

Gelungene Premiere für René Wagner! Der neue Trainer des 1. FC Köln holte bei seinem ersten Spiel in Hauptverantwortung direkt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Zwei Wochen nach dem Rauswurf von Lukas Kwasniok holte der bisherige Co-Trainer ein 2:2 bei Eintracht Frankfurt. Dabei krempelte er die Startelf seines Vorgängers ordentlich um. Wagner nahm im Vergleich zum Gladbach-Spiel vier Änderungen vor.

1. FC Köln kämpft sich in Frankfurt zurück

Huseinbasic rückte für Johannesson rein, Sebulonsen für Neumann. Krauß ersetzte den gesperrten Martel und Thielmann spielte für Maina. „René hat sehr viel mit den Jungs gesprochen. Du musst ihnen vor allem Dinge an die Hand geben, und die Überzeugung, dass wir wieder Spiele gewinnen können. Das habe ich in den letzten Tagen hier absolut gespürt. Die Ansprache war ein bisschen eine andere“, sagte FC-Boss Thomas Kessler kurz vor Anpfiff optimistisch.

Diese hätte beinahe nach 37 Sekunden schon Früchte getragen. Denn nachdem Eintracht-Keeper Zetterer einen Schuss von Kaminski nur nach vorne abprallen lassen konnte, hätte Ragnar Ache um ein Haar gegen seine Ex-Kollegen abgestaubt. Danach übernahm allerdings die Eintracht etwas die Kontrolle und der FC lauerte auf Konter.

Wagner nahm daher nach 20 Minuten die erste größere Anpassung vor. Weil Eintrachts Kalimuendo auf links machen konnte, was er wollte und sich niemand so recht zuständig fühlte, stellte Wagner defensiv von Dreier- auf Viererkette um. Das half zunächst wenig, denn wenig später hatten die Gastgeber die große Chance auf das 1:0. Schwäbe lenkte den Versuch von Knauff mit den Fingerspitzen hauchdünn um den Pfosten. Im Gegenzug fehlten ebenfalls nur Zentimeter. Nach feiner Drehung im Sechzehner zirkelte Said El Mala nur knapp daneben und verpasste sein elftes Saisontor nur um Haaresbreite.

Ein kurzweiliges Hin-und Her, das Wagner äußerst aktiv an der Seitenlinie verfolgte. Der Cheftrainer gab immer wieder gestenreich Kommandos und nutzte die Coaching-Zone in Gänze aus. In der 36. Minute war dann wieder die Eintracht dran. Kalimuendo lief alleine auf Schwäbe zu, der FC-Keeper blieb im Eins-gegen-eins aber Sieger.

Wieder zurück auf die andere Seite: Nach einem Konter über El Mala war Kaminski frei durch. Doch der Pole legte sich den Ball zu weit vor und vertändelte die Riesen-Chance. Was für ein spannendes Wagner-Debüt bis dato! Der FC hätte zur Pause führen müssen, so ging es torlos in die Kabinen.

Wagner änderte zunächst nichts an seiner Startelf und ließ genauso weiterspielen. Es lag auch im zweiten Durchgang genauso viel Spannung in der Luft. Man hatte jederzeit das Gefühl, dass etwas passieren könnte, auch wenn die Chancen in der zunächst nicht mehr so zwingend waren wie in Hälfte eins.

Doch dann gab es die kalte Dusche für Wagner und den FC. Die Eintracht schlug gleich doppelt zu! Erst traf Burkardt zur 1:0-Führung für die Gastgeber und nur drei Minuten später erhöhte Kalimuendo auf 2:0 für die Adler. Ein Doppel-Schock, von dem sich der FC aber nur wenig später erholte. Quasi im Gegenzug verkürzte Kaminski nach Doppelpass mit Ache und belohnte sich endlich für seinen Aufwand. Es war der erste Heim-Gegentreffer für Eintracht-Coach Albert Riera im vierten Spiel.

Der FC war wieder da und gab sich noch lange nicht geschlagen. In der 80. Minute gab es dann allerdings eine Schrecksekunde. El Mala verletzte sich nach einer Riesen-Chance auf den Ausgleich und musste anschließend ausgewechselt werden. Doch auch dieses Hindernis überwand der FC und dann schlug Wagners große Stunde. Der Coach brachte mit Castro-Montes, Bülter und Waldschmidt drei Neue, die allesamt am Ausgleich beteiligt waren. Waldschmidt verlängerte auf Bülter, der Angreifer legte quer und Castro-Montes schob ein. Ekstase bei Wagner und der FC-Bank.

Am Ende schnupperte der FC sogar am Dreier, konnte nach diesem wilden Spiel aber auch mit dem einen Punkt zufrieden sein. Der Abstand auf den Relegationsrang beträgt damit weiter zwei Punkte.

Torjubel beim 1. FC Köln.

Ticker-Nachlese

Punkt in Frankfurt: FC kommt beim Wagner-Debüt stark zurück