Am Sonntag wurde in der Länderspielpause bei einem Frühschoppen über den 1. FC Köln gesprochen. Mit dabei: Rewe-Boss Lionel Souque und Capo Stephan Schell, der bei den Spielen auf dem Zaun die Fans anpeitscht.
„War nicht seine Kompetenz“Wagner-Lob und Kwasniok-Kritik von FC-Vorsänger Schell

Die Spieler genießen ein freies Wochenende, doch die FC-Welt steht natürlich nicht still in der Länderspielpause.
Am Sonntag (29. März 2026) fand ein interessanter Talk im Reissdorf am Hahnentor statt. Mit dabei: Rewe-Boss Lionel Souque (Vorsitzender des Aufsichtsrats beim FC) und FC-Capo Stephan Schell. Sie waren zu Gast bei der Liveaufzeichnung des Podcasts „Dreierkette“.
Souque über Kwasniok-Aus: „Tendenz ging in die gleiche Richtung“
Gleich zu Beginn ging es natürlich um die sportlichen Entwicklungen. Der FC hat die Reißleine gezogen und Trainer Lukas Kwasniok freigestellt. In den letzten sieben Spielen soll es jetzt Co-Trainer René Wagner als Interimslösung richten.
Schell hat eine eindeutige Meinung zum Aus von Kwasniok: „Jetzt blicke ich positiv in die Zukunft. Mit diesem Trainer wären wir ganz tief in die Scheiße geraten. Der Wurm war spätestens schon im Winter drin. Die Entscheidung, den Trainer zu wechseln, war auf jeden Fall richtig.“
Souque erzählte, dass seit Wochen hinter den Kulissen intensiv diskutiert wurde. Die Frage war auch: Wer soll es nach Kwasniok machen? „Wir werden daran gemessen. Wir reden seit Monaten, die Meinungen waren ausgetauscht. Die Tendenz ging bei allen in die gleiche Richtung. Dieses Mal war es sehr sachlich und nicht so emotional. Das war professionell. Das hat mir gut gefallen“, so Souque.
Ob jetzt alles gut wird, wird sich zeigen. Spannende Wochen stehen dem Klub bevor. Schell sagte zu René Wagner: „Er war schon mal in Köln, das ist was Gutes, um zu raffen, wie dieser Verein funktioniert. Das war nicht gerade die Kompetenz von seinem Vorgänger. Kwasniok hat viel Ahnung von Fußball. Aber man kann Kompetenzen im Fachgebiet haben, wie man will. Aber wenn man die Spieler nicht motiviert bekommt, dann kriegt man sie einfach nicht. Er hat die Kabine schon viel früher im Winter verloren. Jetzt war der spätestmögliche Zeitpunkt, den Trainer zu wechseln.“

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Stephan Schell ist seit vielen Jahren Vorsänger beim 1. FC Köln.
Schell ist davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial hat, die Klasse zu halten: „Es wurde nicht gegen den Trainer gespielt, das stimmt zuversichtlich. Die Spieler haben es drauf. Mit einem neuen Trainer wird das Potenzial jetzt rausgekitzelt, da bin ich sicher.“
Souque ist auch von Wagner überzeugt, weiß aber auch, dass er nicht in die Glaskugel blicken kann: „Er ist smart. Aber er war nie Cheftrainer. Das muss er jetzt beweisen. Wir glauben, dass er es kann. Er kann schwimmen, aber ob er gut genug schwimmt, das wissen wir nicht. Wenn er in der kommenden Saison Trainer sein will, muss er es jetzt zeigen.“
Und was, wenn die nächsten Spiele in die Hose gehen? Souque erklärt: „Es gibt nur Plan A: Mit dem Trainer drinbleiben. Er hat einen großen Vertrauensvorschuss.“
Aber es gäbe natürlich einen Plan B. Wenn zwei Niederlagen in Frankfurt und gegen Bremen passieren würden, schaut man bestimmt nicht tatenlos zu. Der Name Funkel schwirrt immer noch umher. Souque muss schmunzeln: „Ich habe Funkel vor zwei Wochen bei einem Geburtstag gesehen. Er ist ein guter Typ, aber jetzt haben wir erstmal mit Wagner die beste Lösung gefunden.“
Souque weiter: „Wir haben nicht alles richtig gemacht, haben uns das so nicht vorgestellt, dass wir den Trainer wechseln mussten. Jetzt hoffen wir, dass wir die Klasse halten.“

