Für den 1. FC Köln geht es am Wochenende zu Hause gegen Werder Bremen. Gerade in der Anfangsphase sollte der FC hellwach sein, warnt der ehemalige Trainer von Erzrivale Borussia Mönchengladbach.
Start-Alarm gegen Bremen?Ex-Gladbach-Trainer warnt FC vor Werder-Spiel

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André Schubert am 10. September 2026 in der Sky-Show „Matchplan“ bei der Vorab-Analyse des FC-Spiels gegen Bremen.

Die ersten zwei Saison-Auftritte hat der 1. FC Köln in der Bundesliga absolviert, das Heimspiel gegen Werder Bremen begleitet aber noch immer ein großes Fragezeichen: Wie geht der FC das vermeintlich erste Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe an?
Mit der TSG Hoffenheim und dem VfB Stuttgart hatten Trainer René Wagner (38) und seine Mannschaft den Fünften und Vierten der vergangenen Saison vor der Brust. Werder dagegen war Kölner Tabellennachbar in der Abschlusswertung und wird auch in dieser Spielzeit wieder vergleichbar eingeschätzt.
Werder gegen Leipzig in den ersten Minuten hellwach
In der Sky-Show „Matchplan“ warfen am Donnerstag (10. September 2026) gleich zwei Fachmänner einen taktischen Blick auf das Spiel: Gladbachs früherer Trainer André Schubert (55) und der kurz vor der WM geschasste ehemalige ghanaische Nationalcoach Otto Addo (51).
Addo wies dabei auf eine gewisse Anfälligkeit beim FC hin: „Trotz des Sieges gegen Hoffenheim hat man gesehen, dass Köln unter Druck auch Fehler macht.“ Gerade in aggressiven Pressing-Momenten könnten die Gäste dadurch wichtige Ballgewinne für schnelles Umschaltspiel erzielen und den FC dann unsortiert erwischen.
Genau hier lag auch der Schlüssel des überraschend deutlichen Bremer Heim-Erfolgs gegen RB Leipzig (3:1) am vergangenen Wochenende, als die Grün-Weißen bis tief in die Nachspielzeit mit 3:0 geführt hatten. Schubert warnte den FC vor allem vor einem stürmischen Start, der die Begegnung früh kippen lassen könnte.
Er verwies auf die Entstehung der frühen Bremer Führung gegen Leipzig, als Werder bei einem gegnerischen Einwurf in der vierten Minute mit acht Mann in Ballnähe ins Pressing gegangen war und den Gegner überrumpelte. Nach dem Ballgewinn ging es dann blitzschnell: Eren Dinkci (24) traf nach knapp 200 Sekunden zum 1:0.
Wie spielt der 1. FC Köln am 3. Spieltag gegen Werder Bremen?
Der 1. FC Köln empfängt am 3. Spieltag den SV Werder Bremen. Hier könnt ihr das Ergebnis des Samstagabendspiels tippen.
Dieses Erfolgsrezept wollen die Hanseaten nun gegen den FC in den Anfangsminuten wiederholen, vermutet Schubert. „Wenn die hohes Pressing spielen: sehr konzentriert sein, wachsam sein“, appellierte er daher an die FC‑Profis. Gerade die von Addo angesprochenen Nachlässigkeiten unter Druck seien in diesen Momenten tabu.
Bei Bremer Drucksituationen könnten die Kölner aber gleichzeitig auch ihre bekannten Stärken im Umschaltspiel zur Geltung kommen lassen. „Wenn der Gegner hoch presst, wenn er nachschiebt, braucht es danach Läufe in die Tiefe, um sich zu befreien“, so Schubert: „Bei Ballgewinnen Feuer frei und sofort versuchen, die Tiefe zu attackieren, wenn Bremen noch einen Tick ungeordnet ist.“
Denn auch wenn sich Leipzig gegen Bremen über weite Strecken schwer tat, deckte RB doch gewisse Probleme in der Rückwärtsbewegung auf, die sich auch der FC zunutze machen könne. Gerade über Said El Mala (20) oder auch Neuzugang Mikey Moore (19) soll hierbei die Post abgehen.
