Beim 1. FC Köln hat man sich nach turbulenten Tagen hinter den Kulissen sortiert. Es gab Aussprachen mit Fans, Spielern und dem Trainer. Jetzt gibt es eine neue Marschroute.
Vor Bayern-SpielNeue Marschroute beim FC nach turbulenten Tagen
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Es sind Zerwürfnisse, Gerüchte, Streitigkeiten und Eskalationen, die ein Aufsteiger so ganz und gar nicht gebrauchen kann. Jetzt soll damit Schluss sein! Beim 1. FC Köln gibt es nach turbulenten Tagen eine neue Marschroute!
Vor dem Bayern-Spiel heißt es: Abhaken, Blick nach vorne, der Sport rückt wieder in den Vordergrund!
1. FC Köln: Schulterschluss zwischen Fans, Trainer und Spielern
Im Trainingslager war die schlechte Stimmung innerhalb der Mannschaft, zwischen Trainer Lukas Kwasniok (44) und zahlreichen Spielern, immer offensichtlicher zutage getreten – und gipfelte in der Nichtnominierung von Luca Waldschmidt nach dessen kritischem EXPRESS.de-Interview. Auch die Fans setzten nach dem 2:2 in Heidenheim ein historisches Zeichen: Es gab ein Plakat gegen den Coach. „KWASNI YOK“ stand da auf einem Banner, yok bedeutet im Türkischen nein.
Ein Plakat gegen einen FC-Trainer hatte es in den vergangenen zehn Jahren nicht gegeben. Die Fans waren mächtig unzufrieden mit dem bröckelnden Zusammenhalt, wobei auch Kwasnioks Verhalten abseits des Platzes kritisiert wurde. Mittlerweile wurden hinter den Kulissen die Wogen geglättet. Es gab Vorstandsgespräche mit den Ultras.
Präsident Jörn Stobbe sowie seine Vize Jörg Alvermann und Ulf Sobek haben im Hintergrund zwischen Ultraszene und Kwasniok vermittelt und mit Gerüchten und Unklarheiten aufgeräumt. Dabei soll deutlich geworden sein, dass man mit voller Rückendeckung hinter dem Trainer steht. Seine sportlichen Entscheidungen seien nachvollziehbar.
Ein weiteres geplantes Plakat gegen den FC-Trainer konnte offenbar verhindert werden. Einige Ultras wollten wohl beim Bayern-Spiel noch einmal nachlegen – mit einem Kwasniok-Wortspiel (eventuell Quasimodo aus ‚Der Glöckner von Notre-Dame‘). Doch jetzt wurden die Wogen geglättet. Schulterschluss mit den Fans!
Nach EXPRESS.de-Informationen sprach Sportdirektor Thomas Kessler aber auch mit Kwasniok, sowie Waldschmidt und Florian Kainz. Der Blick soll nun nach vorn und nur aufs Sportliche gerichtet werden. Beide Spieler könnten gegen Bayern wieder dabei sein.
Ob Kwasniok vor dem Bayern-Spiel auch noch persönlich mit den Ultras in Kontakt tritt, ist möglich. Er sagte nach dem Heidenheim-Duell: „Wir versuchen, irgendwie in Kommunikation zu treten.“
Der Trainer machte schon unmittelbar nach dem 2:2 deutlich, dass er den Fokus schnell wieder auf dem sportlichen Geschehen sehen will: „Ich kann nur mit Leistung und Punkten vorangehen. Für mich ist eins wichtig: die Performance der Jungs auf dem Platz. Ich habe in Heidenheim eine absolute Einheit gesehen. Trainer, Trainerteam und Mannschaft. Das ist das, was sich beeinflussen kann. Und ansonsten hoffe ich einfach, dass wir vielleicht Bayern ärgern können.“ Mit neuer Geschlossenheit soll der große Favorit am Mittwochabend daheim geärgert werden. Dann folgt das wichtige Heimspiel gegen Schlusslicht Mainz am Samstag.

