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Vertrag bis 2028Die Wagner-Szenarien beim 1. FC Köln

Aktualisiert:

Der Klassenerhalt ist geschafft, die Mission hat René Wagner erfüllt. Dennoch ist nicht klar, ob er auch in der kommenden Saison Cheftrainer beim 1. FC Köln bleibt. Es gibt verschiedene Szenarien.

Am 23. März 2026 übernahm René Wagner als Interimstrainer die Mannschaft des 1. FC Köln auf Platz 15 der Tabelle. Unter Vorgänger Lukas Kwasniok (44) gab es zuvor zwei Unentschieden – in Summe aber nur zwei Siege aus den letzten 18 Spielen, sodass er freigestellt wurde.

Wagner bekam einen klaren Auftrag: Klasse halten! Das Ziel hat er erreicht, Köln landet am Ende der Spielzeit auf Platz 14. Doch die Zukunft von Wagner ist weiter unklar. Nach Informationen von EXPRESS.de fällt am Montag (18. Mai 2026) noch keine Entscheidung. Hinter den Kulissen wird weiter analysiert, Bilanz gezogen, abgewägt und wohl auch gestritten.

1. FC Köln muss schwierige Trainerentscheidung treffen

Es ist keine leichte Entscheidung, die der FC auf der Trainerposition treffen muss. Geht es mit Wagner weiter? Oder muss ein neuer Coach gesucht werden? Was die Entscheidung erschwert, sind die letzten Ergebnisse.

Mit Wagner wurde das Ziel zwar erreicht, aber überzeugend war das nicht. In sieben Spielen wurden unter dem 37-Jährigen sechs Punkte geholt. Bei einem Sieg, drei Unentschieden und drei Niederlagen gab es immerhin elf erzielte Tore aber auch 16 Gegentreffer.

Als der Klassenerhalt sicher war und es nur noch um die Zukunft von Wagner ging, gab es ein 1:3 gegen Absteiger Heidenheim und ein 1:5 bei Bayern München. Wagner wartet jetzt auf ein Signal des Vereins. Fakt ist: Der Trainer hat noch einen gültigen Vertrag bis 2028 am Geißbockheim! Es gibt drei Szenarien, wie es mit Wagner weitergeht:

1. Szenario: Wagner bleibt Cheftrainer und wird die Mannschaft gemeinsam mit Kessler im Sommer personell verstärken, um dann erneut das Ziel Klassenerhalt zu erreichen und sich im gesicherten Mittelfeld der Liga zu etablieren.

2. Szenario: Wagner bleibt dem FC erhalten, erfüllt seinen laufenden Vertrag allerdings nicht als Cheftrainer. Dann könnte er unter einem anderen Coach wieder Co-Trainer werden. Oder er übernimmt eine andere Aufgabe im Klub.

3. Szenario: Wagner verlässt den Verein und der Vertrag wird mit einer Abfindungszahlung aufgelöst.

Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) muss jetzt abwägen, wie es weitergeht. Sein Vorschlag wird dann dem Gemeinsamen Ausschuss präsentiert. Dieses Gremium hat bei wichtigen Personalentscheidungen mit einem Volumen über einer Million Euro Entscheidungshoheit.

Im GA sitzen Präsident Jörn Stobbe, seine Vizes Jörg Alvermann und Ulf Sobek, Mitgliederrat-Boss Fabian Schwab, seine Stellvertreterin Stacy Krott, Aufsichtsrat-Boss Lionel Souque sowie der Vorsitzende des Beirats, Klaus Behrenbeck. In dem siebenköpfigen Gremium muss es eine einfache Mehrheit geben, heißt 4:3.

Bevor Kessler seinen Vorschlag dem Gremium präsentiert, wird jedoch in gemeinsamen Gesprächen die Situation besprochen, damit es bei der Abstimmung möglichst ein von allen getragenes Ergebnis gibt. 

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