Was für ein emotionaler Fußball-Nachmittag in Müngersdorf! Bei der Partie des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim gab es ein Wechselbad der Gefühle. Ein medizinischer Notfall überschattete die Partie.
Emotionale Partie„Jahrhundert“-Ache und El Mala ärgern Hoffenheim
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Emotionaler geht Fußball kaum! Am Samstag (21. Februar 2026) traf der 1. FC Köln auf die TSG Hoffenheim. Die Fans beider Lager hatten die komplette Spielzeit über auf Support verzichtet, weil es im Osten des Stadions zu einem medizinischen Notfall gekommen war. Ein Fan musste reanimiert werden. Er wurde später in ein Krankenhaus gebracht.
Auf dem Rasen zeigte der FC gegen den Tabellendritten aber eine beherzte und mutige Leistung, obwohl es kurz vor dem Anpfiff einen personellen Nackenschlag gab: Jan Thielmann verletzte sich beim Auwärmen am Muskel, musste durch Eric Martel ersetzt werden.
Ache und El Mala treffen für Köln
FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) setzte zu Beginn auch auf Said El Mala. Der Youngster wurde beim ersten Konterversuch nach zwei Minuten gestoppt. Dann war El Mala am heißen Kandidaten für das Tor des Jahres beteiligt, seine Flanke nach 15 Minuten fand Ragnar Ache. Der Stürmer traf aus zehn Metern mit einem perfekten Fallrückzieher zum 1:0! „Jahrhundert“-Ache – was für ein Treffer!
Der FC war hier richtig gut im Spiel, Hoffenheim zeigte wenig. Doch wie aus dem Nichts kamen die Gäste kurz vor der Pause zum Ausgleich durch Kabak. Nach einer Flanke von Coufal verschätzte sich Sebulonsen in der Mitte. Auf eine scharfe Hereingabe folgte der Einschlag, weil Kabak blank stand.
Nach der Pause blieb Köln aggressiv. El Mala scheiterte einige Male bei Dribblings. Dann der nächste Nackenschlag: Andrej Kramaric köpfte das 2:1 für die Gäste. FC-Keeper Marvin Schwäbe versuchte noch, den Ball von der Linie zu kratzen, doch er war millimetergenau drin.
Der Keeper schimpfte Richtung Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover) weil es zuvor einen falschen Einwurf der Hoffenheimer gegeben habe. Doch der Treffer zählte.
Kölns Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: El Mala wurde von Kaminski geschickt. Nach einem längeren Solo belohnte er sich endlich einmal wieder, stocherte den Ball irgendwie ins Netz. Es war sein erster Treffer seit dem 10. Januar (beim 2:2 in Heidenheim).
Kwasniok brachte noch Simpson-Pusey (für Sebulonsen), Bülter (für El Mala), Waldschmidt (für Ache) sowie Schenten (für Kaminski) und Johannesson (für Krauß). Ein weiterer Treffer wollte nicht fallen. Hoffenheim bleibt mit 46 Punkten Dritter der Tabelle. Der FC ist mit 24 Zählern weiter auf Rang zwölf.
Das Kölner Restprogramm: Am Freitag (27. Februar) geht es in Augsburg weiter, dann folgen Dortmund (H), Hamburger SV (A), Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Bremen (H), St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), FC Bayern München (A).


