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„Hat mich nicht überrascht“Effenberg begrüßt Nicht-Nominierung von El Mala

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Said El Mala hat es nicht in den WM-Kader von Julian Nagelsmann geschafft. Stefan Effenberg hat Verständnis für die Entscheidung.

Diese Nachricht war für die FC-Familie ein echter Tiefschlag: Said El Mala (19) wird nicht mit der deutschen Nationalmannschaft zur WM 2026 reisen. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) entschied sich bei der Nominierung am 21. Mai 2026 gegen den einzigen Kandidaten aus dem Kreis des 1. FC Köln.

Nach starkem Schlussspurt hatte El Mala berechtigte Hoffnungen, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Fehlende Spielzeit und die Arbeit gegen den Ball, die Nagelsmann vor wenigen Monaten noch als Kritikpunkte angeführt hatte, waren im letzten Saison-Drittel beim Kölner Senkrechtstarter kein Thema mehr.

Effenberg sieht El Mala erst perspektivisch beim DFB

Während viele FC-Fans enttäuscht sind und El Mala auch über das Geißbockheim hinaus zu den großen negativen Überraschungen am Tag der Kader-Bekanntgabe zählte, hält Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (57) die Entscheidung des Bundestrainers für richtig.

In seiner Kolumne bei „t-online“ schrieb Effenberg, die Nicht-Nominierung habe ihn „nicht überrascht“. Er sieht die Offensive beim DFB auch ohne El Mala breit genug aufgestellt und kann nachvollziehen, dass Nagelsmann keinen Platz für den Youngster gefunden habe.

„Nagelsmann wollte bei diesem Angebot nur einen jungen, wilden Spieler mitnehmen, der voraussichtlich – noch – keine großen Einsatzzeiten erhält – und hat sich zu Recht für Lennart Karl statt für den Kölner entschieden“, begrüßte Effenberg die Entscheidung im Duell der beiden Offensiv-Juwele.

Für ihn sei klar gewesen, dass nur einer von beiden die Reise in die USA würde antreten können. „Beide sind ähnlich frech und unbekümmert im Spielansatz, im Kader war aber nur Platz für einen von beiden“, führte Effenberg weiter aus, warum er den Vorzug von Karl gegenüber El Mala begrüßt.

Auf der Bühne spricht Stefan Effenberg ins Mikrofon.

Copyright: IMAGO/Nexpher Images

Stefan Effenberg sieht Lennart Karl vom FC Bayern beim DFB vor Said El Mala.

Nach einer herausragenden Debüt-Saison mit 13 Toren und fünf Vorlagen hatte El Mala rein sportlich viele Argumente auf seiner Seite. Deniz Undav (29) vom VfB Stuttgart lieferte mit 25 Torbeteiligungen als einziger Deutscher bessere Scorer-Werte in der Bundesliga, Dortmunds Maximilian Beier (23) hatte ebenfalls bei 18 Toren seine Füße im Spiel.

Immerhin: El Malas Talent wollte Effenberg mit seiner Meinung nicht in Abrede stellen, stattdessen betonte er die großen Zukunfts-Aussichten für den Linksaußen: „El Mala muss das als Motivation sehen, um dann in zwei Jahren beim nächsten großen Turnier dabei zu sein. Das Potenzial hat er.“

Thomas Kessler beim Spiel gegen Leverkusen.
„Hätte es verdient gehabt“
Kessler reagiert auf El Malas WM-Aus