Der Handelfmeter gegen den FC in Freiburg sorgte bei den Kölner Spielern und Verantwortlichen für große Verwirrung.
Regel-Konfusion in FreiburgKessler nach Schiri-Gespräch angefressen
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Eine Situation beim 1:2 der Kölner beim SC Freiburg war zwar nicht spielentscheidend, sorgte aber dennoch für Kopfschütteln beim 1. FC Köln.
Es war die 65. Minute, als Köln den Atem anhielt. Nach einem Schuss von Freiburgs Igor Matanovic sprang der Ball von Alessio Castro-Montes’ Oberschenkel an seinen Arm. Da konnte der Belgier nicht viel machen. Zum Entsetzen des FC zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock auf den Punkt. Eine harte Elfmeter-Entscheidung, an der auch der VAR nicht rüttelte.
FC-Profi Krauß: „Keine Ahnung, wie die Regel da jetzt ist“
Da Marvin Schwäbe den Strafstoß parierte, war die Szene zwar nicht entscheidend für die Kölner Niederlage, aber sie wurde hinterher intensiv diskutiert. Denn die Kölner Spieler fragten sich zu Recht: Wo ist da die klare Linie bei den Schiris?
Tom Krauß sagte: „Der Ball ging vom Körper an die Hand. Ich finde das ein bisschen schwierig, denn eigentlich sagt man heutzutage, dass es dann kein Elfmeter ist. Jetzt war es einer. Ich habe keine Ahnung, wie die Regel da jetzt ist.“
FC-Keeper Schwäbe meinte: „Der Ball kam von ihm selbst an die Hand. Der Schiedsrichter rechtfertigte es damit, dass es ein klarer Torschuss war.“
Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) wollte sich bedeckt halten, suchte aber den Austausch mit Schiedsrichter Dankert: „Weil es nicht spielentscheidend war, unterhalte ich mich nicht über den Elfmeter“, sagte Kessler etwas angefressen. Angeblich hat es vor der Saison eine Regelschulung gegeben: Wenn der Arm beim Torschuss schon in abgespreizter Position sei, müsse bei Kontakt auf Elfmeter entschieden werden. Dann sei es auch egal, ob der Ball zuerst an die Hüfte prallt.
Kessler meinte darauf angesprochen: „Der Schiedsrichter hat mir auf jeden Fall erklärt, dass es ein klarer Elfmeter ist, weil der Ball an den Arm gegangen ist. Es wird ja jeder Elfmeter und jedes Tor vom VAR gecheckt, das ist ja normal. Ich würde es gerne dabei belassen.“ Kessler ließ durchblicken, dass er die Entscheidung nicht nachvollziehen kann.
FC-Trainer Lukas Kwasniok war auch ratlos und verwirrt: „Man braucht keine 75 Wiederholungen, der Ball springt von der Hüfte an den Arm. Ich dachte, die Regel wäre, wenn der Ball von einem anderen Körperteil an den Arm springt, wäre es kein Elfer. Für mich ist die Regel relativ einfach, wenn man dann aber Eventualitäten reinbringt, wird es kompliziert.“
Der DFB muss nun zusehen, wie er Spielern und Verantwortlichen die Handregel erklärt, wenn es denn überhaupt eine klare Regel gibt. Es könnte auch sein, dass Schiedsrichter bei ähnlichen Situationen künftig anders entscheiden und auch dafür ihre Argumente finden.

