Der 1. FC Köln hat am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:2 beim SC Freiburg verloren. Marvin Schwäbe hielt dabei einen Elfer – mit Hilfe eines Zettel-Tricks.
Das stand auf der FlascheSchwäbe erklärt seinen Zettel-Trick vor dem Elfer
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An ihm lag es nicht, dass der 1. FC Köln am Sonntagabend mit leeren Händen aus Freiburg weggefahren ist. Marvin Schwäbe war wieder einmal ein sicherer Rückhalt und hielt seine Mannschaft mit einem gehaltenen Elfmeter bis zum Schluss im Spiel.
Es war die 64. Minute, als Alessio Castro-Montes einen Schuss von Igor Matanovic unglücklich an den Arm bekam. Schiedsrichter Bastian Dankert zögerte keine Sekunde und zeigte sofort auf den Punkt.
Schwäbe: Mit Spickzettel zur Parade
Während die Kölner Teamkollegen noch mit dem Referee diskutierten und der Schütze Matanovic sich gedanklich auf seinen Versuch vorbereitete, griff Schwäbe zu seiner blauen Trinkflasche. Darauf waren am TV eindeutig die Namen von verschiedenen Freiburger Schützen zu erkennen, darunter auch Matanovic.
Der Freiburger lief an, verzögerte kurz und entschied sich schließlich für einen Flachschuss in die rechte Ecke. Sehr zur Freude des Kölner Schlussmannes, der sich früh für die richtige Seite entschieden hatte und den Schuss parieren konnte.
Elfer-Parade dank Zettel-Trick! Und was stand auf der Trinkflasche? „Warten und nach links“, verriet Schwäbe nach Schlusspfiff: „So erhofft man sich das, wenn man sich das vorher anschaut. Wir machen uns vor dem Spiel immer Gedanken, wer wohin schießen könnte. Deswegen haben wir mit dem Torwarttrainer zusammen eine gute Analyse betrieben heute.“
Der Schütze bekam indes nichts mit von dem kleinen Trick. Matanovic gestand hinterher, dass er nicht gesehen habe, wie sich Schwäbe mit Hilfe eines Spickzettels auf das Duell vorbereitet hat.

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Marvin Schwäbe spinkste vor dem Elfmeter auf einen Zettel auf seiner Trinkflasche.
„Ich habe mich auf mich fokussiert und habe versucht, ruhig zu bleiben“, sagte der Schütze und gab zu: „Der ist nicht gut geschossen, das muss ich mir ankreiden lassen. Es fühlt sich auch nicht gut an, ehrlich gesagt. Du willst als Stürmer Tore schießen. Ich kann es aber nicht mehr ändern und habe es schon wieder vergessen.“
Am Ende hatte er ja trotzdem gut lachen, weil er den Weg zum Freiburger Sieg vorher mit seinem Treffer zum 2:1 geebnet hatte. Daher konnte sich Schwäbe am Ende auch nicht wirklich über seine Parade freuen.
Es war der zweite gehaltene Elfmeter in dieser Saison, zweimal verließ der FC den Platz als Verlierer. Bei der Derby-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach hatte er das Duell mit Haris Tabakovic gewonnen. Seine Bilanz insgesamt für die laufende Spielzeit lautet: zwei gehalten, drei kassiert.

