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Wiedersehen vor GerichtProzess um FC-Transfer: Kessler und Keller sollen aussagen

Der Transfer von Said El Mala von Viktoria Köln zum FC hat ein juristisches Nachspiel. Auch Thomas Kessler und sein Vorgänger Christian Keller sollen aussagen.

Ein brisantes Wiedersehen steht am 14. April im Landgericht Köln an. FC-Sportboss Thomas Kessler und sein Vorgänger Christian Keller sind beide als Zeugen geladen. Das berichtet die „Kölnische Rundschau“. Im Prozess geht es um den Transfer von Said El Mala von Viktoria Köln zum 1. FC Köln.

Kern des Verfahrens ist eine Klage des früheren Profis Abdenour Amachaibou gegen Viktoria Köln. Seine Forderung beläuft sich auf eine Vermittlungsgebühr von mehr als 40.000 Euro. Er argumentiert, dass er als maßgeblicher Tippgeber fungierte und den Wechsel des Talents zum 1. FC Köln überhaupt erst ermöglichte.

Keller-Vertrauter entscheidender Tippgeber bei El Mala?

Amachaibou ist ein Vertrauter Kellers. Dieser lotste den damaligen Spieler einst zu seinem Ex-Klub Jahn Regensburg. Beim FC absolvierte Amachaibou später ein Praktikum im Scouting-Bereich. 

Keller hat schon mehrmals öffentlich gesagt, ein Hinweisgeber habe ihn auf El Mala aufmerksam gemacht. „Im Februar 2024 hat mich ein guter Freund angerufen und darauf hingewiesen, dass bei der Viktoria gerade ein junger Spieler eingewechselt wurde, den ich mir unbedingt so schnell wie möglich selbst anschauen müsse. Weil er zu 100 % in kürzester Zeit Bundesliga-Niveau haben wird. Noch am selben Abend habe ich mir das Video seines Einsatzes angesehen und umgehend alles in die Wege geleitet, damit wir Said und auch seinen Bruder Malek für den FC gewinnen“, berichtete er im vergangenen Dezember in einem Interview mit EXPRESS.de.

Die Verhandlung findet am 14. April um 9.30 Uhr in Raum 117 statt und wird unter dem Aktenzeichen 8 O 210/25 geführt. Es muss die Frage geklärt werden, inwieweit Amachaibou tatsächlich an dem Transfer beteiligt war.

Zur Klärung dieser Frage sind laut „Rundschau“ nicht nur Keller und Kessler, sondern auch Repräsentanten von Viktoria als Zeugen geladen: Sportvorstand Franz Wunderlich, der frühere Sportliche Leiter Stephan Küsters und Vereinslegende Mike Wunderlich.

Für Viktoria Köln steht eine beachtliche Summe auf dem Spiel. Seit dem Tod seines Mäzens Franz-Josef Wernze muss der Drittligist einen harten Sparkurs fahren.

Der Verein hofft auf einen Geldsegen durch eine Klausel, die ihm zehn Prozent bei einem Weiterverkauf von Said El Mala zusichert. Im Sommer 2024 hatte der FC die Brüder Said und Malek El Mala für eine Ablösesumme von 350.000 Euro geholt.

In seiner Debüt-Saison in der Bundesliga macht Said El Mala von sich reden: Mit 14 Torbeteiligungen ist er der beste Scorer des FC, sein Marktwert wird auf 35 Millionen Euro geschätzt, der FC hofft aber auf eine höhere Summe. 

Top-Vereine stehen Schlange, um den U21-Nationalspieler zu verpflichten. Besonders intensiv wirbt Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion um den Senkrechtstarter. Sein Vertrag ist bis 2030 gültig und enthält keine Ausstiegsklausel. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Said El Mala schießt den Ball in einem Spiel der U21 des DFB.

Nagelsmann-Ansage

Ist das die WM-Tür für Said El Mala?