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Sein letztes FC-Tor?El Mala gibt mit Solo weitere WM-Bewerbung ab

Said El Mala sorgte mit seinem Treffer für den einzigen Kölner Jubel in München. War es sein letztes Tor im FC-Trikot?

Es war der einzige Lichtblick eines ansonsten trüben Nachmittags für den 1. FC Köln in der Münchner Allianz-Arena: das Super-Solo von Said El Mala.

Unnachahmlich, wie der Kölner Shootingstar die gesamte Bayern-Abwehr stehen ließ, davonzog und dann auch noch den designierten WM-Torhüter Manuel Neuer überwand. Ein fantastisches Tor, das nicht viele Spieler in der Liga so erzielt hätten.

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„Am Ende hat er nie aufgegeben, dann immer wieder an den Situationen dran zu bleiben. Er hat sich heute belohnt und ich hoffe, dass er sich in Zukunft noch viel öfter belohnen kann“, sagt René Wagner. Dazu war es noch mal eine klare Bewerbung Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann, der am Donnerstag sein endgültiges Aufgebot für das Turnier bekannt gibt.

„Wenn man in so jungen Jahren solche Leistungen zeigt und diese Performance auch über die Saison halten kann, dann ist er auf jeden Fall eine Option“, spricht sich Teamkollege Marvin Schwäbe für eine Nominierung aus.

El Malas Treffer war ein Tor, das die Tür zur WM noch mal weit aufgemacht hat, das aber zugleich auch das letzte im FC-Trikot gewesen sein könnte. Denn aktuell spricht alles dafür, dass der Shootingstar im Sommer bereits den nächsten Karriereschritt gehen wird. England-Klubs locken mit der großen Kohle, zuletzt stieg der FC Brentford in das Rennen um den 19-Jährigen ein.

Die „Bees“ sind demnach bereit, 40 Millionen Euro zu bezahlen. Eine Summe, die Thomas Kessler und Co. noch nicht zufriedenstellt. Die Kölner spekulieren auf mindestens 50 Millionen Euro, bei einer WM-Teilnahme eher Richtung 60 Millionen. El Mala selbst vermied vor dem Spiel in München ein klares FC-Bekenntnis. Auf die Frage, ob das Gastspiel bei den Bayern sein finaler Auftritt für den FC sei, antwortete er: „Das ist eine gute Frage. Das kann ich leider nicht sagen. Wir werden sehen, was passiert.“

Alle wissen: Sollte ein adäquates Angebot reinflattern, würden sich El Mala und der FC die Hand geben. Denn unter dem Strich wäre ein Transfer in dieser Größenordnung eine Win-Win-Situation. Der FC kassiert die höchste Ablöse der Vereinsgeschichte und El Mala verdient auf Anhieb das Fünffache von dem, was er in Köln verdient, und spielt zudem in der wohl besten Liga der Welt.

In den nächsten Tagen wird voraussichtlich Bewegung reinkommen. Sollte El Mala nicht mit zur WM fahren, werden sich interessierte Klubs bereits ab Donnerstag ernsthaft in Stellung bringen.

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