In der Bundesliga gibt es einige Krisenherde. Beim vielleicht größten beschäftigt man sich intensiv mit der Idee eines Feuerwehrmannes.
Schlägt wieder die Funkel-Stunde?Trainer-Routinier bei FC-Konkurrent gehandelt
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Der Frühling ist die Zeit von Friedhelm Funkel (72). In der entscheidenden Saisonphase waren seine Dienste in der Vergangenheit schon häufiger gefordert.
Funkel hat sich einen Ruf als „Feuerwehrmann“ erarbeitet. Im vergangenen Jahr rettete er den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga allerdings nicht vor dem Abstieg, sondern vor dem Nicht-Aufstieg. Nach dem Aus von Trainer Gerhard Struber (49) und Sportchef Christian Keller (47) installierte dessen Nachfolger Thomas Kessler (40) den Coach für die letzten beiden Spieltage.
Funkel: „Muss schauen, wer das ist“
Schlägt bald wieder die Funkel-Stunde? Zuletzt brachte Sky-Kommentator Christian Straßburger (36) den gebürtigen Neusser bereits bei Borussia Mönchengladbach ins Spiel.
Nach der Pleite der Fohlenelf in Freiburg sagte Straßburger im Podcast „Absolut Klartext“: „Es ist Ergebnissport und dann muss jetzt halt Friedhelm Funkel her. Der lebt schon seit jeher in Krefeld. Ich glaube, dass er immer auch die Borussia-Raute im Herzen hatte, auch wenn er eher dem 1. FC Köln oft geholfen hat. Das sollten die Fans allerdings vergessen. Es ist egal. Es geht jetzt ums nackte Überleben.“ Nach diesem Appell gelang Gladbach und Coach Eugen Polanski (39) durch den Last-Minute-Sieg gegen Union Berlin aber ein kleiner Befreiungsschlag.
Auf den wartet der VfL Wolfsburg bislang vergeblich. Die Niedersachsen sind seit sieben Spielen sieglos, stehen mittlerweile sogar auf einem direkten Abstiegsplatz.
Nach der 0:4-Klatsche beim VfB Stuttgart entschieden sich die Klub-Bosse zu Wochenbeginn, Trainer Daniel Bauer (43) vorerst weiter das Vertrauen zu schenken. Der ehemalige U19-Coach des Klubs darf zumindest bis zum Spiel gegen den Hamburger SV weitermachen.
Je nach Ausgang des Kellerduells dürften die Karten in der Autostadt aber neu gemischt werden. Angesichts der prekären Lage beschäftigt sich Wolfsburg laut „Kicker“ intensiv mit einer „Feuerwehrmann“-Lösung.
Heiß gehandelt wird seit Tagen der Name Dieter Hecking (61). Der ehemalige VfL-Coach kennt den Verein gut und verfügt zudem über jede Menge Erfahrung. Nach den beiden Trainer-Experimenten Paul Simonis (41) und Bauer könnte er nach Auffassung der Verantwortlichen der Richtige sein, um die komplett verunsicherte Mannschaft aus dem Sumpf zu führen.
Mit genau solchen Herausforderungen kennt sich aber auch Funkel bestens aus. Und in der Tat soll auch sein Name in Wolfsburg gefallen sein, wie das Fachblatt am Donnerstag (5. März) schreibt. Ob Funkel, der in Krefeld lebt, für die Wölfe den Schritt zurück ins Trainergeschäft wagen würde, ist unklar. Eine gemeinsame Vergangenheit, ganz anders als bei seiner Aufstiegsrettungs-Mission in Köln, gibt es nicht.
Noch im Februar sagte Funkel gegenüber EXPRESS.de: „Ich verfolge das Geschäft, besonders natürlich die Vereine, bei denen ich schon gearbeitet habe. Aber ich bin da ganz entspannt, warte jetzt nicht am Telefon. Und falls jemand anruft, muss ich auch schauen, wer das ist.“



