Rund 500 Fans reisten mit dem 1. FC Köln ins Trainingslager nach Tirol/Österreich. Ein Kult-Anhänger war auch dabei: „Big Ron“.
Kult-Fan in TirolBig Ron über FC: „Eine Wundertüte, wie wir sie noch nie hatten“

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Big Ron im Trainingslager des 1. FC Köln.

Kitzbühel und St. Johann fest in kölscher Hand! Beim Trainingslager des 1. FC Köln waren rund 500 Fans dabei. In den Hotels zwischen Kitzbühel und St. Johann sah man unter der Woche so manche FC-Flagge am Balkon wehen.
Und im Koasastadion in St. Johann besuchten täglich Hunderte Fans die Trainingseinheiten. Das Fanprojekt organisierte einen Ausflug nach Salzburg und einen Fanabend, bei dem auch die Spieler vorbeischauten.
Big Ron zapft Kölsch auf Mallorca: ein Grad kalt
Der Fanklub „Wilder Süden“ hatte am Montagabend (27. Juli 2026) am Berggasthaus „Grander Schupf“ eine Party veranstaltet. Mittendrin im Geschehen war auch Kult-Fan „Big Ron“, der mit seiner Frau Simone die Kölschkneipe „4711“ auf Mallorca betreibt.
Im Gespräch mit EXPRESS.de erklärt der ehemalige Footballer und Handballer, der eigentlich Ron Büttner heißt, dass er nach den wenigen Trainingseindrücken noch nicht sagen kann, wo die Reise hingeht: „Es gibt so viele Komponenten, die eine Rolle spielen: Bleibt El Mala, bleibt er nicht? Holen wir noch viele andere Spieler? Was machen wir mit den jungen Spielern, sind die schon so weit?“
Big Ron sagt gut drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel (1. Runde im DFB-Pokal am 24. August bei den Würzburger Kickers) über die FC-Mannschaft: „Das ist eine Wundertüte, wie wir sie noch nie hatten. Es gibt viele Fragezeichen, viel Optimismus – aber auch ein bisschen Angst dahinter. Das kann auch schiefgehen. In diesem Jahr bin ich mir überhaupt nicht sicher.“
Über seine Bekanntheit in der Fanszene muss er lachen: „Da sind viele Mallorca-Urlauber und Gäste von mir dabei. Die kommen nicht zu mir und begrüßen mich hier, weil ich besonders hübsch bin oder schlau. Die kennen mich, weil sie meine Frau und mich teilweise schon seit Jahrzehnten auf Mallorca besuchen.“ Seine Simone konnte in diesem Jahr nicht im FC-Trainingslager dabei sein, weil sie sich um ihre Familie kümmert.
Seit 2002 betreiben die beiden die FC-Kneipe „4711“ an der Playa de Palma zwischen Ballermann 3 und 4. Ausgeschenkt wird dort Gaffel. Big Ron sagt: „Wir haben das kälteste Kölsch.“ Und was ist die perfekte Temperatur für ein Kölsch? Der Fachmann winkt ab: „Das ist ja individuell. Es gibt ja Leute, die packen sich ihr Kölsch in ein Mantelgefäß mit warmem Wasser, weil sie es mit dem Magen haben. Aber die Leute, die zu uns kommen, lieben eiskaltes Kölsch. Das hat knapp über 1 Grad Celsius. Normal sind ungefähr drei Grad.“
Geöffnet wird um 11.11 Uhr. Um 19.30 Uhr ist dann schon Feierabend. Für FC-Fans ist es ein Paradies, denn im Inneren der Kneipe gibt es Tausende Ausstellungsstücke aus der FC-Historie. „Simon ist unsere Innenarchitektin, sie hat alles aufgehängt und die Aufkleber geklebt. Da sind Aufkleber dabei, die über 20 Jahre alt sind, etwa von den Blauen Funken 2004“, so Big Ron.
Noch älter sind die großen Trikot-Schätze: „Hans Schäfer hat mir ein Shirt von 1954 mit Original-Unterschrift und einem Bild geschenkt. Das sind Dinge, die kann man ja eigentlich gar nicht bezahlen. Wir haben auch ein Bild mit der Original-Unterschrift von Franz Kremer. Wir sind keine Kneipe mehr, sondern ein Museum.“
Der ehemalige Keeper Timo Horn hat den Kneipenbesitzern das Trikot geschenkt, das er im Olympiafinale 2016 in Rio de Janeiro getragen hatte. Hat er ein Lieblingsstück? Big Ron sagt: „Das Shirt von Hans Schäfer, da bekomme ich immer Tränen in die Augen, wenn ich das den Leuten zeige.“
Gibt es denn in der Kneipe auch 4711? „Aber natürlich“, sagt Big Ron, „Simone kommt aus Dortmund, da haben in einem Friseurgeschäft Show-Flaschen von 4711 gestanden. Als der Laden aufgelöst wurde, haben wir die Flaschen in allen möglichen Größen übernommen. Wenn mal ein Gast Flatulenzen hat, dann sprühen wir 4711.“
Ron ist in Berlin aufgewachsen, die Liebe zum 1. FC Köln entdeckte er als Kind Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre. Mittlerweile ist er wohl einer der verrücktesten FC-Fans.

