Der 1. FC Köln hat im Trainingslager in Kitzbühel und St. Johann intensive Tage erlebt. Welche Spieler aber im ersten Pflichtspiel dabei sind, ist noch nicht klar. Sportchef Thomas Kessler sprach über den Kader und über Said El Mala.
FC-Klartext!Kessler gibt Einblick in El-Mala-Wahnsinn und Umbruch

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Mit Gideon Mensah ist ein neuer Spieler ins Trainingslager des 1. FC Köln nach Kitzbühel nachgereist. Nach der WM war er ein wenig angeschlagen. Doch weitere Neuzugänge gab es trotz intensiver Bemühungen nicht.
Der Kader ist also noch lange nicht fertiggestellt! Zwölf Spieler sind gegangen, bisher fünf gekommen. Nach Informationen von EXPRESS.de könnten noch weitere drei Spieler den Verein verlassen. Unter anderem stehen Leihen bei Elias Bakatukanda und Julian Pauli zur Diskussion. Auf Zugangseite sind noch bis zu sechs Transfers möglich. Und dann ist da noch Said El Mala, der zu Borussia Dortmund wechseln könnte.
Kessler: „Nicht jede Anfrage ist zu hundert Prozent seriös“
Am Donnerstag (30. Juni 2026) sprach Kölns Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) über die Baustellen und den Umbruch. „Komplett ist der Kader auf keinen Fall. Das haben wir aber auch gesagt, dass wir Geduld benötigen. Der Markt wird sich noch bewegen“, so Kessler.
Die spannendste Frage: Gibt es ein neues Angebot des BVB für El Mala? Und hat der Spieler bei Kessler überhaupt schon hinterlegt, dass er nach Dortmund gehen will? Kessler holt aus: „Grundsätzlich gebe ich nicht preis, was ich mit meinen Spieler oder deren Interessensvertretern bespreche. Ich gebe auch nicht preis, von wem welches Angebot kam. Es gab in den vergangenen Wochen einige Klubs, die mit Said in Verbindung gebracht wurden. Bisher ist es aber nicht dazu gekommen, dass wir alle an einem Tisch gesessen haben und gesagt haben: Das ist eine gute Idee und wir machen das jetzt.“
Kessler weiter: „Er gibt hier Gas, ist ein super Spieler und er hat Vertrag bei uns. Je mehr ich ihm beim Training zuschaue, desto weniger habe ich das Interesse, ihn abzugeben.“ Aktuell liegt kein Angebot auf dem Tisch, mit dem sich Köln beschäftigt. Kessler gesteht: „Wir haben seit Wochen mehrere Sachen auf dem Tisch, aber nichts was mich dazu bewegt hätte, darüber nachzudenken, den Spieler abzugeben.“
Kessler verrät einen Einblick in den El-Mala-Wahnsinn: „Wenn sich jemand seriös meldet, antworte ich. Aber nicht jede Anfrage, die in meinem Postfach reinflattert, ist zu hundert Prozent seriös.“
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Das erste Angebot des BVB soll beim FC für Verwirrung gesorgt haben, weil es per Mail kam und seltsame Bonusvereinbarungen beinhaltet haben soll. So hätte der FC mehr Geld bekommen, wenn El Mala für den Ballon d'Or nominiert werden würde. Aus Dortmunder Kreisen heißt es, dass mittlerweile ein weiteres Angebot abgegeben wurde. Kessler will das nicht bestätigen, nur soviel: „Wir arbeiten jeden Tag mit ihm und ich habe Lust, Said auch in der neuen Saison in unserem Stadion zu sehen.“
Kessler schwärmt vom Senkrechtstarter: „Ich verspüre null Druck, ganz Köln liebt den Jungen, der ganze Staff liebt den Jungen. Er fühlt sich hier super wohl. Er hat noch einen Vertrag über vier Jahre. Ich bin mit der Gesamtsituation extrem happy. Wir hatten das ganz viele Jahre nicht, dass ein Spieler so eine öffentliche Aufmerksamkeit bekommt. Und wie er damit umgeht, ist toll. Er lacht den ganzen Tag und trainiert stark. Ich weiß nicht, ob jeder so damit umgehen würde wie er. Ich habe nicht das Gefühl, dass er Druck verspürt.“
Und wie ist der Stand bei Mittelfeld-Motor Ellyes Skhiri (31), der aus Frankfurt zurück ans Geißbockheim kommen könnte? Kessler sagt: „Ich spreche nicht über Spieler, die nicht bei uns sind. Aber wenn wir auf die Position gehen, sind wir natürlich noch auf der Suche, etwas zu realisieren, aber da brauchen wir auch noch Geduld.“
Auf welchen Positionen will sich Köln noch verstärken? Trainer René Wagner (38) will den Test gegen die Hertha am Freitag (12 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) abwarten, kann noch nicht sagen, wer die Nase vorne hat oder wer noch aussortiert werden könnte: „Das wird ein spannender Test für uns alle. Besonders für uns Trainer, weil wir sehen, wo die Jungs stehen.“
