Für Patrick Helmes ist der 1. FC Köln ein „geiler Verein“ mit einem „spannenden Kader“. Beim Trainer hat der frühere FC-Stürmer allerdings noch so seine Zweifel.
„Was ist mit dem los?“Helmes zweifelt an Wagner und staunt über FC-Juwel

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FC-Trainer René Wagner (r.) und Neuzugang Mikey Moore stehen am Rande des FC-Trainings zusammen.

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Der 1. FC Köln ist für Patrick Helmes „wieder höchst interessant und spannend“. FC-Sportchef Thomas Kessler habe in seiner dritten Transferperiode einige „interessante junge Spieler aus dem Hut gezaubert“, sagte der ehemalige FC-Stürmer und RTL-Experte im Gespräch mit EXPRESS.de.
Gemeint sind die England-Youngsters Mikey Moore und Reigan Heskey. Der Saisonstart? „Grundsätzlich in Ordnung.“ Und doch sieht der frühere FC-Profi vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV (Samstag, 19. September, um 15.30 Uhr bei Sky Sport/RTL) noch einige Fragezeichen am Geißbockheim umherschwirren.
Helmes sieht FC-Kader mit Potenzial – „Wagner muss die Mannschaft packen“
Vor allem die Entscheidung, mit Trainer René Wagner in die neue Saison zu gehen, sei mit einem gewissen Risiko verbunden. „Das, was er in der Rückrunde geschafft hat, hätte auch Lukas Kwasniok geschafft“, so Helmes.
Kessler habe zwar den Mut gehabt, an Wagner festzuhalten, weil dieser von seinem Trainer überzeugt ist. Aber: „Der Turnaround ist nicht so vonstattengegangen, wie sie alle erhofft haben.“
Nach einem „erschreckenden Auftritt“ im DFB-Pokal in Würzburg sei Köln zum Liga-Auftakt gegen Hoffenheim „gut reingestartet“. In Stuttgart folgte aber wieder eine schwächere Leistung.
Auch wenn das Wagner-Team dort phasenweise sein ganzes Potenzial aufblitzen ließ: „Ich habe auf der Couch gesessen und gesagt: In dieser Intensität, in dieser Klarheit, in dieser Dominanz habe ich den FC seit vielen Jahren nicht mehr gesehen“, offenbarte Helmes. Das Problem: „Das waren aber nur 20 Minuten.“
Gegen Bremen habe Köln ebenfalls Stärke gezeigt. „Sie haben diese Phasen jetzt drin, wo du sagst: ,Wieder 20 Minuten super‘“, sagte Helmes. Für einen konstanten Bundesliga-Auftritt reiche das aber nicht. „In der Summe hat der FC für mich einen vernünftigen Start hingelegt, aber wohl wissend, dass Kwasniok letztes Jahr keinen schlechten Start hatte. Und wir haben dann gesehen, wohin die Reise geht“, mahnte Helmes.
Deshalb bleibt der frühere FC-Stürmer skeptisch: „Der FC ist für mich weiterhin ein Kandidat, der unten mitspielen wird. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr die Konstanz besser hinbekommen als in der letzten Saison.“
Gleichzeitig sieht Helmes viel Potenzial im Kader. Besonders Mikey Moore hat es ihm gegen den VfB angetan: „Also Moore, muss ich sagen: Alter, was ist mit dem los?“ In Stuttgart gelang dem Offensivspieler eine Torvorbereitung bei seinem ersten FC‑Auftritt. „Der hätte sogar ein Tor schießen müssen“, befand Helmes.
Wie spielt der 1. FC Köln beim HSV?
Am 4. Bundesliga-Spieltag geht es für den 1. FC Köln zum Hamburger SV.
Deshalb sieht der einstige Nationalspieler den FC in keiner schlechten Position. „Das braucht schon Zeit“, sagte er. Der Abstand zu den etablierten Bundesligisten sei eben größer geworden, viele Mannschaften hätten nach dem Aufstieg Probleme, in der Liga Fuß zu fassen.
Was beim FC jetzt passieren muss, formulierte Helmes dann unmissverständlich: „René Wagner muss dafür sorgen, dass aus den starken Phasen mehr wird. Er muss es hinbekommen, diese Jungs zu führen, zu emotionalisieren, sie so zu packen, dass sie wirklich über ein gewisses Limit drübergehen können“, sagte Helmes.
„Er muss außerdem hinbekommen, dass ein Said El Mala, der solch eine Qualität hat und der Unterschiedsspieler im Kader ist, auch dauerhaft 90 Minuten spielen kann.“ Genau das werde der FC benötigen, „um konstanter zu sein als in der vergangenen Saison“.
