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FC-BollwerkKabinengeheimnis ausgeplaudert: „Echt unverschämt“

Aktualisiert

Der 1. FC Köln tat sich zuletzt schwer mit den Ergebnissen. Doch nach dem Unentschieden gegen Hoffenheim ist man zufrieden mit der Defensive. Köln hat sein Abwehr-Bollwerk gefunden.

In vielen Bereichen experimentiert Kölns Trainer Lukas Kwasniok gerne und stellt so auf, wie er es für den kommenden Gegner am besten hält. Doch in Sachen Abwehr scheint er nun sein Bollwerk erst einmal gefunden zu haben.

Rav van den Berg ist nach seinem glänzenden Auftritt beim 2:2 gegen Hoffenheim in der Abwehrzentrale gesetzt. „Da gibt es gar keinen Grund, irgendwas zu verändern“, sagt Kwasniok vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Freitag, 27. Februar 2026, 20.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de).

Rav van den Berg und Cenk Özkacar beim 1. FC Köln gesetzt

Doch warum hatte der Niederländer zuvor nicht gespielt? „Er hatte einfach eine Phase nach seiner Verletzung, die nicht optimal war. Da ist es meine Aufgabe als Trainer, den Spieler zu schützen. Auch wenn von außen die Forderung kommt, er müsse spielen. Ich habe am Ende die Verantwortung für die Spieler“, stellt Kwasniok klar.

Der Coach führt weiter aus: „Ich schmeiße den Jungen dann rein, wenn ich das Gefühl habe, dass er mit seiner Stabilität der Mannschaft helfen kann. Die Erwartung an ihn ist eine ganz andere als an ein 19-jähriges Talent. Wenn er spielt, muss jeder das Gefühl haben: Das ist er! Das ist unser Fels in der Brandung. Deswegen habe ich ein bisschen länger gewartet. Ich habe Rav auch im Training gesagt, was ich erwarte: Körpersprache und voll da sein. Wenn Rav so weitermacht, werden wir ganz viel Freude an ihm haben.“

Neben ihm wird Cenk Özkacar starten. Der türkische Profi hat sich seit einigen Wochen festgespielt. „Die Innenverteidiger-Situation war sehr speziell rund um die Winterpause. Dann bekommen Spieler ihre Chancen, und wenn sie sie nutzen, bleiben sie meistens in der Startelf“, so Kwasniok.

Der Trainer muss aber weiter überlegen, denn mit Jahmai Simpson-Pusey ist eine starke Alternative wieder fit: „Die Frage ist, wie wir agieren wollen. Jahmai bringt auch eine gewisse Qualität mit. Das gibt mir mehr Optionen.“

Doch an Cenk ist erst einmal wohl kein Vorbeikommen, der Trainer schwärmt: „Was er uns im Alltag gibt, ist ein klassischer Fall von Cenk-Abi! Immer Tam gaz – das bedeutet im Türkischen Vollgas. Er hat ein brutales Herz, ist ein extrem offener Mensch, der viele Stationen hinter sich hat. Er muss auch Gras fressen. Er ist einfach ein Vorbild, was Einsatz, Bereitschaft und Haltung angeht.“

Dann plaudert Kwasniok schmunzelnd ein Kabinengeheimnis aus: „Es ist echt unverschämt, wenn er das T-Shirt auszieht. Dann sind alle neidisch. Cenk ist eine Maschine vor dem Herrn, ein einziger Muskel.“

So könnte der FC in Augsburg starten: Schwäbe – Simpson-Pusey, van den Berg, Özkacar – Neumann, Krauß, Martel, Lund – Kaminski, Ache, Chávez

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