Der 1. FC Köln kämpft in der Fußball-Bundesliga um den Klassenerhalt. Aktuell hat die Mannschaft von René Wagner fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Ohne eine besondere Qualität würde es allerdings düster aussehen.
Fast so gut wie die BayernDiese Punkte retten den FC vor dem Abstieg

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Auf St. Pauli geriet der 1. FC Köln bereits zum 23. Mal (!) in dieser Bundesliga-Saison in Rückstand.

Der 1. FC Köln zeigt in dieser Bundesliga-Saison vor allem eines: Nehmer-Qualitäten. Denn egal, wie es stand oder wie hoffnungslos ein Spiel erschien, die Mannschaft hat sich nie aufgegeben. Das war bereits unter Lukas Kwasniok (44) so und das ist auch unter René Wagner (37) so geblieben.
In vier der vergangenen fünf Spiele musste die Mannschaft einem Rückstand hinterherlaufen und blieb dabei ungeschlagen. Das eindrücklichste Spiel war sicher jenes in Frankfurt. Da lag die Mannschaft nach 70 Minuten mit 0:2 hinten und holte nach einer puren Willensleistung noch ein Unentschieden im Deutsche-Park-Bank.
FC lag in 23 von 30 Bundesliga-Spielen hinten
Ohnehin sähe es ohne die Kölner Comeback-Qualitäten wohl ziemlich düster im Abstiegskampf aus. Denn insgesamt zehnmal konnte der FC noch nach einer gegnerischen Führung punkten.
Dabei gelangen der Mannschaft neun Unentschieden und ein Sieg. Dieser sprang beim Rückrunden-Auftakt gegen den FSV Mainz heraus, als Ragnar Ache mit seinem Doppelpack für den 2:1-Sieg sorgte. Sprich: Satte 12 Punkte holte der FC nach Rückständen – überlebenswichtig!
Damit liegen die Kölner ligaweit auf Platz zwei hinter den Bayern. Der Deutsche Meister und Pokalfinalist machte bereits elf seiner zwölf Rückstände wett.
Auf der einen Seite sagt diese Qualität viel über den Charakter der Mannschaft aus, auf der anderen Seite darf es normalerweise aber auch nicht passieren, dass der FC so häufig in Rückstand gerät.
In 23 von 30 Bundesliga-Partien lagen die Kölner zunächst zurück, nur Tabellenschlusslicht Heidenheim war in dieser Hinsicht noch schlechter. Ein Problem, das auch Trainer Wagner bereits erkannt hat. Er sagte nach dem Frankfurt-Spiel: „Ich wünsche mir, dass es die Mannschaft auch mal ohne Rückstand schafft.“
Während dies gegen Bremen gelang, fiel man auf St. Pauli wieder in alte Muster zurück und musste am Ende um einen Punkt zittern. „Wir sind wieder zurückgekommen, wir haben wieder daran geglaubt“, lobte Marvin Schwäbe die Stehauf-Qualitäten.
Thomas Kessler ergänzte: „Die Jungs sind wie schon vermehrt in dieser Saison auf dem Gaspedal geblieben und haben versucht, die Situationen zu erzwingen.“ Wenn die Mannschaft jetzt noch ab der ersten Minute „auf dem Gaspedal“ stehen würde…
