Gegen Hoffenheim zauberte FC-Trainer Lukas Kwasniok den Königstransfer Rav van den Berg aus dem Hut. Anschließend war er voll des Lobes.
„Ein Dominator“Bekommt der FC mit IHM die größte Schwäche in den Griff?
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Lukas Kwasniok ist in Sachen Aufstellung immer für eine Überraschung gut. Selten lässt sich die Startelf des FC-Trainers vorhersagen. Auch Aussagen, die er unter der Woche bezüglich der ersten Elf trifft, sollte man nicht auf die Goldwaage legen.
Auch gegen die TSG Hoffenheim zauberte Kwasniok wieder jemanden aus dem Hut, mit dem keiner gerechnet hatte: Rav van den Berg. Denn der Niederländer schien in der Gunst des Trainers in den vergangenen Wochen nicht ganz oben zu sein.
Großes Kwasniok-Lob für Rav van Berg
Obwohl der Königstransfer des Sommers fit und einsatzbereit war, durfte er gegen Wolfsburg nur vier Minuten ran und schmorte gegen Leipzig und Stuttgart komplett auf der Bank. Und das, obwohl Kwasniok ihm bereits vor dem Spiel beim VfB starke und auffällige Trainingsleistungen bescheinigt und angedeutet hatte, diese belohnen zu wollen.
Doch der Niederländer musste sich eine weitere Woche gedulden. Gegen die TSG konnte er dann endlich wieder nachweisen, warum der FC im Sommer acht Millionen Euro für ihn ausgegeben hat. Van den Berg war hinten der „Herr der Lüfte“, glänzte mit 57 Prozent gewonnenen Kopfballduellen. Das war auch bei Standards wichtig, wo der FC deutlich stabiler und sicherer wirkte als in den vergangenen Wochen.
Auch ein Verdienst von van den Berg, wie Kwasniok hinterher hervorhob. „Wir haben viel an Standards gearbeitet und er war auch da ein Dominator und das hat er unter Beweis gestellt“, sagte der FC-Trainer, der generell zufrieden mit dem Auftritt seines Schützlings war. „Er hat die Leistung aus dem Training bestätigt, war ein Fels in der Brandung und hat sehr souverän agiert. Das war ein guter Beginn, um in den nächsten Spielen ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein zu können.“
Vor allem nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sebastian Sebulonsen, der in den vergangenen Wochen gesetzt war in der Kette, könnte van den Berg in Augsburg erneut wichtig werden. Eine Idee: Joel Schmied agiert – wie schon in der Schlussphase in Hoffenheim – mit seiner Schnelligkeit wieder als Rechtsverteidiger, van den Berg und Cenk Özkacar bilden die Innenverteidigung.

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Rav van den Berg war gegen Hoffenheim als „Herr der Lüfte“ gefragt.
Dahinter scharrt Jahmai Simpson-Pusey schon mit den Hufen. Der Engländer, der einen bärenstarken Eindruck bei seinen ersten Einsätzen hinterließ, ist von einer Muskelverletzung genesen und wieder bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Der Fünfte im Bunde ist Dominique Heintz, der es gegen Hoffenheim nicht mal in den Spieltagskader schaffte, obwohl er diese Saison immer seinen Mann gestanden hat, als er gebraucht wurde.


