1

„So hart es klingt“Schwäbe spricht über FC-Zukunft – und hofft auf Klopp-Anruf

Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln noch einen Vertrag bis 2027. Der 31-Jährige fühlt sich mit seiner Familie sehr wohl in der Domstadt. Gleichzeitig betonte er aber auch, wie schnelllebig der Fußball sein kann. 

Beim 1. FC Köln läuft derzeit die schweißtreibende Vorbereitung auf die neue Saison. Im Trainingslager in Tirol ackern die Spieler seit vergangenem Samstag mit höchster Intensität, haben am Dienstag von Trainer René Wagner jedoch mal einen Tag Verschnaufpause bekommen.

Hinter den Kulissen basteln Sportboss Thomas Kessler (40) und Kaderplaner Tim Steidten (47) weiter fleißig am Kader. Die Fans warten gespannt, was in den kommenden Wochen noch so passiert: Wechselt Said El Mala (19) noch zum BVB? Kommt Ellyes Skhiri (31) zurück ans Geißbockheim?

Schwäbe über seine Zukunft: „Man muss im Fußball flexibel bleiben“

Eine Personalie fliegt dabei ein wenig unter dem Radar. FC-Kapitän Marvin Schwäbe (31) geht in sein letztes Vertragsjahr in Köln, Gespräche über eine Vertragsverlängerung haben derweil noch nicht stattgefunden, wie der 31-Jährige selbst in einem Interview mit der „Bild“ verriet.

„Für mich zählt aktuell auch nur, dass ich meine Leistung bringe und alles andere kommt dann“, so der Keeper. Für ihn seien die Vertragsgespräche aktuell kein Thema, er möchte sich voll und ganz auf die Vorbereitung mit dem FC konzentrieren.

Die FC-Bosse blicken gelassen auf die Situation. Laut einem Bericht der „Bild“ verlängert sich das Arbeitspapier des Schlussmanns nach seinem 20. Pflichtspiel in der anstehenden Spielzeit von selbst bis zum 30. Juni 2028. Für einen Stammkeeper ist das normalerweise eine Hürde, die ohne lange Verletzungspausen locker zu schaffen ist.

Schwäbe fühle sich zudem sehr wohl mit seiner Familie in der Region. „Für mich gibt es in der Hinsicht keinen Grund, zu sagen, dass ich etwas anderes machen will“, führte er weiter aus. Allerdings kann der Fußball auch sehr schnelllebig sein, wie Schwäbe in der Saison nach dem Abstieg mit dem FC am eigenen Leib erfahren musste.

In der Spielzeit 2024/25 setzten die Kölner auf Talent Jonas Urbig (22) zwischen den Pfosten, Schwäbe kam nur noch im Pokal zum Einsatz. Er betont: „Wenn man nach dem Abstieg plötzlich Nummer 2 ist, dann zeigt das, dass man es nicht immer nur in der eigenen Hand hat. So hart es klingt und so sehr einem das Herz dann auch blutet, muss man im Fußball flexibel bleiben. Aktuell fokussiere ich mich aber nur darauf, hier gute Leistungen zu bringen.“

Nachdem die Kölner dann aber wegen mehrerer Faktoren einen schwierigen Saisonstart erlebten und Schwäbe als Pokal-Torwart überzeugen konnte sowie die nötige Sicherheit brachte, beförderte der ehemalige FC-Coach Gerhard Struber nach zehn Spielen den erfahrenen Keeper wieder zur Nummer eins. In der Winterpause verließ Urbig den FC dann Richtung München. 

Schwäbe hofft nun, sich mit dem FC in der Bundesliga etablieren zu können: „Ich bin Anfang 30. Natürlich habe ich für mich selbst Ambitionen und Ziele. Ich hoffe, dass ich in sechs bis acht Jahren irgendwann nach hinten blicken und sagen kann, ich habe das Maximale rausgeholt aus meiner Karriere. Deswegen wünsche ich mir natürlich, dass wir in Zukunft so hoch wie möglich spielen und so ambitioniert wie möglich zu Werke gehen. Trotzdem wissen wir, wo wir aktuell stehen und dass wir jetzt erstmal schauen müssen, dass wir die nötigen Punkte holen und uns in der Liga etablieren.“

Zu seinen Zielen gehört ebenfalls immer noch eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Zwar ist der Konkurrenzkampf auf der Position extrem groß, doch eine Aussage vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) blieb Schwäbe direkt im Kopf hängen.

„Er sagte bei seiner Vorstellung: Alle Spieler mit deutschem Pass sollten sich ranhalten. Heißt: Ich halte mich ran! (Lacht) Natürlich ist das weiterhin ein Traum, gerade wenn man schon mal auf Abruf war. Das ist jetzt zwei Trainer her. Am Ende zählt aber auch da nur Leistung“, stellte Schwäbe klar.

Ragnar Ache, Eric Martel, Kristoffer Lund, Jan Thielmann, Dominique Heintz, Jakub Kaminski und Isak Johannesson vor einem Spiel.
Nicht mal in Tests eingesetzt
Ex-FC-Profi sucht die Flucht, England-Klub beißt an